Im vergangenen Jahr hatten sich die Kakaopreise nahezu verdreifacht. Ende 2024 wurde eine Tonne Kakao zu rund 13.000 US-Dollar gehandelt. Hauptursachen waren der Klimawandel sowie Pflanzenkrankheiten, die zu schlechten Ernten führten, insbesondere an der Elfenbeinküste und Ghana. Diese beiden Länder stehen für mehr als die Hälfte der weltweiten Kakaoproduktion.
Im laufenden Jahr ist der Preis für Kakaobohnen um nahezu 50 Prozent gefallen, liegt jedoch weiterhin deutlich über seinem historischen Durchschnitt.
Mit dem Preisanstieg bei Kakao verteuerten sich auch Schokolade und andere kakaobasierte Produkte. Trotz der jüngsten Entspannung an den Rohstoffmärkten rechnen Marktbeobachter jedoch nicht mit einem raschen Rückgang der Endverbraucherpreise. Grund dafür ist, dass viele Hersteller derzeit noch Kakao verarbeiten, der zu den hohen Preisen des Vorjahres eingekauft wurde.
Eine mögliche Senkung der Schokoladenpreise wird daher frühestens für das zweite Halbjahr 2026 erwartet – sofern es überhaupt dazu kommt. (belga/ag)

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