Mein Hund heißt Yoshua und ist schwarz. Er darf innerhalb von 100 Metern um mein Grundstück frei laufen. Nun schreiben mir der Bürgermeister und der Generaldirektor von Raeren, der Hund dürfe aufgrund seiner Farbe nicht frei laufen, weil man ihn angeblich nicht sieht. Ein weißer Hund dürfte also laufen – eine Art absurder Vergleich, als dürften schwarze Menschen abends nicht über die Straße gehen, weiße aber schon. Im übertragenen Sinne wirkt das reichlich befremdlich. Das Ganze ist einfach lächerlich. Natürlich trägt mein schwarzer Hund längst ein neonglitzerndes Halsband, damit ihn wirklich jeder sehen kann. Die unüberlegte Oberflächlichkeit dieses Schreibens ließ mich schmunzeln – genauso wie mein Umfeld. Vielleicht wäre eine etwas durchdachtere Formulierung angebracht gewesen. Außerdem heißt es, es gebe keinen Platz für eine Hundewiese – obwohl Raeren flächenmäßig die größte Gemeinde Belgiens ist. Also: lieber schmunzeln als ärgern. Frohe Weihnachten allen Leserinnen und Lesern.
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