Der Betreiber Grégory Maesen erklärt gegenüber TV Lux, dass das Krematorium auf eine wachsende Nachfrage von Tierbesitzern und Tierärzten reagiert. „Ein Tier ist heute ein vollwertiges Familienmitglied. Es verdient denselben Respekt wie ein Mensch“, betont Maesen. Daher wurde der Raum für den Abschied bis ins Detail gestaltet – inklusive eines Körbchens, in dem das verstorbene Tier aufgebahrt wird. Meist wird dabei eine Decke der Besitzer verwendet, um eine vertraute Atmosphäre zu schaffen.
Nach dem Abschied erfolgt die Einäscherung in einem separaten, nicht zugänglichen Raum. Dort befindet sich ein Ofen, der sowohl individuelle als auch kollektive Einäscherungen ermöglicht. Die Anlage kann Tiere bis zu einem Gesamtgewicht von 150 Kilogramm pro Zyklus aufnehmen. Zudem kann der Ofen in vier Kammern unterteilt werden, um mehrere Einzelkremationen gleichzeitig durchzuführen. Je nach Größe des Tieres dauert der Vorgang zwischen zweieinhalb und sechs Stunden.
Das Krematorium richtet sich laut Maesen sowohl an Privatpersonen als auch an Tierärzte, die bisher auf Einrichtungen in den Provinzen Lüttich oder Hennegau ausweichen mussten. Die Einäscherung bietet Tierhaltern eine Alternative zum Begräbnis im Garten oder zum Abtransport in den Tierkörperbeseitigungsbetrieb – eine Option, die viele als würdevoller empfinden.
Die Besitzer können entscheiden, ob sie die Asche ihres Tieres behalten möchten. Dafür werden Urnen und Erinnerungsmedaillen angeboten. Die Kosten für die Einäscherung richten sich nach dem Gewicht des Tieres und der gewählten Variante. Laut TV Lux liegen die Preise zwischen 50 und 300 Euro.
Mit der Eröffnung des Tierkrematoriums erhält die Provinz Luxemburg damit eine neue Möglichkeit, verstorbenen Haustieren auf respektvolle Art und Weise zu gedenken. (jj)

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