Auf ihren sozialen Netzwerken sprach die 20-Jährige aus Stavelot von „Jahren voller Leidenschaft, Opfer und Stolz“, die nun hinter ihr liegen. Nun sei es „das Ende eines Kapitels, das ihr Leben geprägt hat“.
In ihrem Abschiedsbeitrag richtete die Athletin auch Dankesworte an alle, die sie auf ihrem Weg begleitet haben – ob aus der Nähe oder aus der Ferne.
Trotz ihres jungen Alters blickt Lebrun auf eine bemerkenswerte Karriere zurück. Als Mitglied der Schwimmschule St.Vith schaffte sie den Sprung auf die internationale Bühne und vertrat Belgien zuletzt bei den Paralympischen Spielen in Paris.
„Nach den Olympischen Spielen in Paris im vergangenen Jahr hatte ich entschieden, eine Pause einzulegen, um mich zu erholen und ein normales Leben zu führen“, erklärt Tatyana Lebrun. Doch an eine echte Rückkehr ins Leistungstraining war nicht mehr zu denken: Verletzungen, fehlende Motivation und das Gefühl, sich nicht mehr im Wasser wohlzufühlen, führten schließlich zu ihrem endgültigen Rücktritt. „Ich habe gemerkt, dass das, was ich am meisten am Sport liebte, mich nicht mehr glücklich machte. Deshalb habe ich entschieden, aufzuhören.“
Lebrun, die am Larsen-Syndrom leidet, gehörte zu den großen Nachwuchshoffnungen im belgischen Para-Sport. Ihre größten sportlichen Erfolge feierte sie mit einer Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften 2022 sowie einem starken vierten Platz bei den Paralympischen Spielen 2024 in Paris. „Das bleibt einer meiner schönsten Erinnerungen – auch wenn es am Ende knapp nicht fürs Podium gereicht hat“, blickt sie zurück.
Bereuen will die 20-Jährige ihre Entscheidung nicht. „Ich habe gelernt, ein normales Leben zu führen, Freunde zu treffen und andere Aktivitäten zu genießen. Manchmal sagen die Leute, es sei schade, weil ich Chancen verpassen könnte. Aber ich bin überzeugt, dass es richtig ist, jetzt aufzuhören“, so Lebrun. Statt täglich im Schwimmbad zu stehen, widmet sie sich künftig voll ihrem Physiotherapiestudium an der Universität Lüttich. (lm/calü)

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