Fakes im GrenzEcho...?

Nein, es darf Entwarnung gegeben werden! Allerdings ist der GrenzEcho-Redaktion beim Übernehmen des Artikels zur Entdeckung des Exoplaneten SIMP 0136 durch das James Webb Weltraumteleskop ein Fehler unterlaufen. Das abgedruckte Bild auf Seite 2 zeigte nämlich keine konkrete Abbildung des entdeckten „Braunen Zwergs“, sondern eine künstlerische Darstellung dessen, wie das „isolierte Objekt SIMP 0136 aussehen könnte.“ Das mag angesichts einer Welt voller Fake News nur eine Randbemerkung sein, ist aber nicht ganz unwichtig. Denn das James-Webb-Weltraumteleskop „fotografiert“ nicht, sondern misst vorrangig Strahlung. Die erwähnte Abbildung gründet also auf Messungen, auf „spektroskopischen Beobachtungen“ – ein direktes Bild (Foto) wurde nicht aufgenommen (das schafft selbst das Wunderwerk James Webb nicht). Die Faszination für Astronomie ist gut und ebenso ist wichtig, dass das GrenzEcho darüber berichtet. Doch mancher Zeitgenosse interpretiert aufgrund unpräziser „Fakten“ (oder selbst aufgrund präziser Fakten...) das Falsche hinein. Und dies geschieht aktuell und weltweit auf zu vielen Ebenen. Die ständig auf uns einprasselnde Bilderflut und damit einhergehenden, bewusst eingestreuten Fehlinterpretationen bis hin zu Verschwörungstheorien, bleiben eine riesige Herausforderung für unsere Demokratien.

Nochmal zur Astronomie und um im Bilde zu bleiben: der nächste Stern (hinter unserer Sonne…) ist Proxima Centauri - 4,4 Lichtjahre von der Erde entfernt. Mit einem heutigen Space Shuttle würde ein Hinflug etwa 150.000 Jahre dauern... (NASA). Der entdeckte „SIMP 0136“ ist 20 Lichtjahre entfernt.

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