Pferdesegnung in Bütgenbach zieht zahlreiche Besucher an

Seit vielen Jahrzehnten habe es an diesem Tag noch nie geregnet, erinnern sich viele Teilnehmer. Auch in diesem Jahr konnten die Besucherinnen und Besucher den Brauch bei strahlendem Sonnenschein erleben. Alle Jahre wieder liegt am letzten September-Sonntag ein „besonderer Zauber“ über Bütgenbach, wenn die traditionelle Pferdesegnung auf dem Marktplatz an der St. Stefanus-Kirche stattfindet. Seit vielen Jahrzehnten kommen Reiter und Fahrer mit ihren Pferden und Gespannen zu diesem Fest zusammen, das tief in der Geschichte der Region verwurzelt ist. Pferde sind Freunde und treue Gefährten der Menschen. Die Pferdesegnung ist dabei nicht nur ein lebendiger Ausdruck von Tradition, sondern auch ein Akt des Glaubens. Schließlich ist der hl. Georg, der zweite Patron der Pfarrkirche, auch Schutzpatron der Reiter und Pferde. So wird ihm zu Ehren dieses einzigartige Ereignis begangen, das zahlreiche Menschen zum Marktplatz lockt. Zuvor fand in der Pfarrkirche der Erntedankgottesdienst mit der Landfrauengruppe statt, in der unter anderem an die Verbindung zwischen Schöpfer und Geschöpf, ob Mensch oder Tier, erinnert wurde. Nach dem Gottesdienst erwarteten die Zuschauer im Schatten der Kirche die Ankunft von Pferden, Reitern und Gespannen. Gemächlich und erhaben näherten sich etwa 35 Pferde mit ihren Reitern dem Marktplatz. Das saftige Grün der Wiesen hatten die Tiere schnell entdeckt. Der Klang der Blasmusik der Musiker des örtlichen Kgl. Musikvereins „Burgklänge“, das Stampfen der Hufen und das zufriedene Schnauben der Pferde erzeugten bei der Ankunft auf dem Marktplatz eine Art festliche und zugleich erhabene Stimmung. „Wir freuen uns jedes Jahr darauf und treffen uns dann immer“, hieß es von einer Gruppe auf dem Marktplatz. Es gab auch Menschen und Pferde, die zum ersten Mal mit dabei waren. Die Segnung bildete den Höhepunkt. In einer feierlichen Gebetsfeier wurde um den Schutz und das Wohlbefinden der Tiere und ihren Haltern gebetet. Es war ein Moment der Besinnung und Dankbarkeit, der die Verbundenheit zwischen Mensch und Pferd in den Mittelpunkt rückte. Nach der Segnung, bei der nicht gerade alle Pferde hell begeistert waren, als sie mit Weihwasser bespritzt wurden, fand die Versöhnung gleich statt, da jedem Pferd ein gesegnetes Brötchen überreicht wurde. (kli)

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