Fairness für alle Sektoren

Lieber Herr Plaire, die Opposition hat im Stadtrat klar gesagt, dass sie die Entscheidung zu den Hallentarifen mitträgt - der Punkt wurde sogar einstimmig verabschiedet. Damit wurde die positive Haltung zum Sport bekräftigt, gleichzeitig aber auch auf die ungleiche Behandlung anderer Sektoren hingewiesen. Oppositionsarbeit heißt kritisch hinterfragen und konstruktiv ergänzen. So lohnt der Blick auf Kunst-, Kulturvereine und Jugendbewegungen: Wenn heute ausschließlich die Sportvereine entlastet werden, ist das erfreulich, aber nicht fair. Fairness sollte nicht nur auf dem Spielfeld gelten, sondern auch in politischen Entscheidungen. Genau da setzt unser Vorschlag an.

Ebenso wichtig: Die Hallentarife wurden damals einstimmig von allen Fraktionen im Stadtrat beschlossen. Auch wenn man es noch so oft wiederholt - es wird dadurch nicht richtiger: Von einer alleinigen Verantwortung von Ecolo oder gar Claudia Niessen kann keine Rede sein. Beschlossen hat der gesamte Stadtrat - unter den besonderen Bedingungen der Energiekrise infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

Dass ich mich zum Thema Sport äußere, ist also kein Zufall. Und ja, selbstverständlich haben wir eine politische Motivation. Ich werde mich auch künftig zu Themen äußern, die manchen vielleicht untypisch erscheinen. Ein Blick ins Programm von Ecolo zeigt: Sport, Kunst-, Kulturvereine und Jugendbewegungen werden dort immer wieder als wichtiger Vektor des Zusammenlebens anerkannt und gehören seit jeher zu den tragenden Säulen des Zusammenlebens. Demokratie ist Teamsport – mit allen Sektoren!

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