Der öffentliche Nahverkehr im Süden des Landes ist am Mittwoch beeinträchtigt. Grund ist eine gemeinsame Protestaktion der Gewerkschaften gegen die Regionalregierung der Wallonie sowie der Französischen Gemeinschaft.
Busse und Straßenbahnen in Lüttich-Verviers blieben am Mittwoch vielfach stehen.
| Foto: belga
Auch in Ostbelgien spüren Fahrgäste die Auswirkungen: Auf dem Netz Lüttich-Verviers, das ebenfalls die Deutschsprachige Gemeinschaft bedient, fallen rund die Hälfte der geplanten Fahrten aus. Von insgesamt 212 Bus- und Tramlinien liegen 16 komplett still, weitere 106 verkehren mit deutlich reduzierter Frequenz. 90 Linien fahren weitgehend normal.
Auch auf den Hauptachsen kommt es zu Störungen: Sowohl die neue Straßenbahnstrecke zwischen Sclessin und Liège Expo über den Bahnhof Guillemins als auch die Busway-Linie 2 zum Botanique über den Sart-Tilman sind in Betrieb, müssen aber Verspätungen hinnehmen.
Der Transportanbieter rät Fahrgästen dringend, vor jeder Fahrt die Online-Fahrplanauskunft oder die App zu konsultieren.
Die Gewerkschaften FGTB und CSC werfen der wallonischen Regierung nach einem Jahr Amtszeit fehlende Zukunftsprojekte vor. Sie kritisieren unter anderem steigende Arbeitslosigkeit, drohende Ausschlüsse vom Arbeitsmarkt, die Kommerzialisierung von Kinderbetreuung und Altenpflege sowie mangelnde Sozialkonsultation.
Eine zentrale Protestkundgebung beginnt am Vormittag in Namur. Vom Bahnhofsvorplatz ziehen die Teilnehmer gegen 10.30 Uhr los in Richtung Grognon, wo die Abschlusskundgebung rund eine Stunde später stattfindet. (belga/rt)
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