Drei Monate sind vergangen, seit der zuständige Schöffe im Stadtrat erklärte, dass nur noch ein Formular fehle, um die neuen Fahrradboxen in Eupen endlich in Betrieb zu nehmen. Drei Monate – für ein Formular!
Die Fakten: Die grauen Boxen stehen seit dem Frühjahr an mehreren Standorten. Initiiert wurde das Projekt vor zwei Jahren von der damaligen Mehrheit. Für 5 Euro monatlich könnten Bürgerinnen und Bürger, die zuhause keinen Platz haben, ihr Fahrrad sicher abstellen – eine gute Idee der alten Mehrheit. Nur: Auf den Boxen selbst gibt es bis heute keinen Hinweis, wo ein Antrag gestellt werden kann um die Boxen zu mieten, und auch die städtische Website schweigt.
Auf Nachfrage im Stadtrat am 16. Juni 2025 erklärte der Schöffe: Die Inbetriebnahme werde vorbereitet und man werde „breit informieren“. Bis heute sind jedoch weder AnwohnerInnen noch InteressentInnen informiert worden. Für eine Mehrheit, die im Wahlkampf mit Tempo und besserer Kommunikation glänzen wollte, ist das ein Armutszeugnis. Zwar könnte man meinen, das Projekt passe politisch nicht ins gewünschte Farbschema – doch davon gehe ich nicht aus. Entscheidend ist vielmehr, dass die Boxen endlich ihrer Bestimmung zugeführt werden.
Als Radfahrerin bin ich daran interessiert, dass Eupen so fahrradfreundlich wie möglich wird und allen sichere Bedingungen bietet. Die Boxen sind ein kleiner, praktischer Schritt – wenn sie denn endlich genutzt werden dürfen.
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