Eupener Mobilitätsplan – Stillstand mit Ansage

 Wer seit dem Amtsantritt der neuen Mehrheit im Eupener Rathaus auf erkennbare Ziele oder gar eigene Konzepte in Sachen Mobilität hofft, braucht viel Geduld. Im Richtlinienprogramm stehen nur schwammige Allgemeinplätze, nichts Konkretes.

Kurz vor der Woche der Mobilität wurde eine Mobilitätsstudie angekündigt, die zu einem Plan mit konkreten Maßnahmen führen soll. „Alles“ wird unter die Lupe genommen: Auto-, Rad- und Fußverkehr, Parkraum und Umwelt, unter Einbeziehung der Bevölkerung.

Wenn man noch keine eigenen Konzepte hat, ist man mit einer fundierten Studie und ihren Empfehlungen sicherlich gut beraten.

Der letzte Mobilitätsplan vor 20 Jahren gab gute Impulse: Begegnungszone, Gässchen, Radwege, Straßenkreuzungen, ... – und die Erkenntnis, dass der zähfließende Verkehr rund um die Schulen auch durch neue Straßen nicht zu vermeiden ist (höchstens durch eine Veränderung unseres Verhaltens).

Aber so ein Mobilitätsplan kann dauern: Erstellung des Lastenhefts, Start laut Schöffe Pommée „frühestens 2027“, ab da sicherlich zwei Jahre bis zur Vorstellung der Ergebnisse (frühestens 2029). Die aktuellen Herausforderungen werden nicht warten, z.B. die Raumzuteilung für die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer in der neu gestalteten Unterstadt. Es gäbe da noch gut geplante Projekte der vorigen Mehrheit, denen auch ein Mobilitätsplan nur zustimmen kann: Tunnel am Bahnhof, Fuß- und Fahrradwege an der Aachener-, Weimser- und Hochstraße. Die neue Mehrheit im Rathaus hat sich die „Kommunikation“ auf die Fahne geschrieben. Deshalb sind wir optimistisch, dass sie uns informieren wird, welche Projekte verwirklicht werden, während der Mobilitätsplan noch im Entstehen ist. Wir wünschen ein gutes Gelingen.

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