Callcenter in Lüttich bangt um Arbeitsplätze – Kundenservice wandert ab

<p>Bis zu 150 Jobs im Lütticher Callcenter bedroht.</p>
Bis zu 150 Jobs im Lütticher Callcenter bedroht. | Foto: Arne Dedert/dpa

Das Mandat läuft zum Jahresende aus. Künftig sollen französischsprachige Kundenanfragen von TotalEnergies in Marokko bearbeitet werden, während die niederländischsprachigen Anrufe zwar in Belgien bleiben, aber nicht mehr bei Ikanbi landen.

Nach Gewerkschaftsangaben arbeiten derzeit rund 150 Beschäftigte für das TotalEnergies-Projekt – etwa 50 mit Festvertrag und rund 100 über Zeitarbeit. Sie kümmern sich bislang um Rechnungen, Vertragsabschlüsse oder Zählerwechsel. „Wir werden versuchen, innerhalb der kommenden vier Monate neue Kunden zu finden, um so viele Jobs wie möglich zu retten“, erklärte Patrick Masson von Setca. Doch er warnt: Der gesamte Sektor stehe durch Automatisierung, KI und den Kostendruck vieler Auftraggeber unter Druck – andere Unternehmen könnten dem Beispiel von TotalEnergies folgen.

TotalEnergies bestätigte am Montag die Neuausrichtung: Ab 2026 will der Konzern mit neuen Partnern arbeiten, um „Qualität und Zugänglichkeit des Services zu verbessern in einem sich wandelnden Energiemarkt“. Zwischen Oktober und März ist eine Übergangsphase vorgesehen, damit der Wechsel reibungslos verläuft. Die Hälfte der Kundenkontakte in Belgien – vor allem Geschäftskunden – soll weiterhin im Inland bearbeitet werden. Beschäftigte der bisherigen Partner erhalten laut Unternehmen die Möglichkeit, sich auf offene Stellen im neuen Setup zu bewerben. (belga/calü)

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