„Schulbonus“ fällt den Sparmaßnahmen der DG-Regierung zum Opfer

<p>Die Streichung ist Teil der Sparmaßnahmen der DG-Regierung</p>
Die Streichung ist Teil der Sparmaßnahmen der DG-Regierung | Illustrationsfoto: Bodo Schackow/dpa

Der jährliche Schulbonus von rund 65 Euro pro Kind, bislang jeweils im August ausgezahlt, wurde gestrichen, wie Sozialministerin Lydia Klinkenberg (ProDG) dem BRF am Freitag auf Nachfrage bestätigt hat. Die Entscheidung sei bereits im Dezember 2024 gefallen – gemeinsam mit einer Reihe weiterer Sparmaßnahmen der DG-Regierung. Zu den Sparmaßnahmen für den Haushalt 2025, gehörte ebenso das Aussetzen der Indexierung des Kindergelds in den Jahren 2025 und 2026.

Das Kabinett der zuständigen Ministerin verweist auf notwendige Einsparungen und verweist auf Ausgleichsmaßnahmen wie eine Erhöhung der Zuschläge zum Basiskindergeld um drei Euro pro Kind sowie kostenlose Laptops, günstige Mittagessen und geringere Elternbeiträge in der Betreuung.

Viele Eltern trifft diese Entscheidung unvorbereitet. „Sie hätten die Eltern ja wenigstens vorher nochmal informieren können“, kritisiert ein Vater am Freitagabend auf Nachfrage des GrenzEcho.

Da viele Eltern angeben, auf den „Bonus“ angewiesen zu sein, wurde im Netz bereits eine Petition mit dem Namen „Schulbonus der DG soll bleiben, sparen könnt ihr woanders, aber nicht an unseren Kindern“ ins Leben gerufen. „Wir fordern die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft auf, diese Entscheidung zu überdenken. Die Aufrechterhaltung des Schulbonus ist nicht nur ein Zeichen der Unterstützung für Familien, sondern eine Investition in die Zukunft unserer gesamten Gemeinschaft. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Kinder, unsere Zukunft, eine faire Chance erhalten“, heißt es im Informationstext der Petition, die am Freitagabend gegen 20 Uhr bereits 176 Unterstützer hatte. (nc)

Kommentare

  • "Geringere Elternbeiträge in der Betreuung" , ist ja wohl lachhaft!
    Geht man alleine von der Ferienbetreuung am ZKB aus : 15,92€ pro Tag d.h 79,75 pro Woche . Nehmen wir mal an, die Kinder sind dann 6 Wochen in Betreuung sind es schon 478,50€ ohne die ganzen anderen Ferienzeiten /Konferenztage usw.
    AuBe ist erste Std gratis danach 1,06€ / Std.
    Egal ob man Geringverdiener , gut Verdiener, wo nur ein Einkommen herrscht oder auch alleinerziehend ist!
    Die Preise diesbezüglich haben sich richtig gewaschen!
    Besonders für die alleinerziehenden Elternteile, die meistens noch als Geringverdiener gelten.
    Von den Tagesmüttern ganz zu schweigen!
    Auch im allgemeinen die Ferienaufenthalte usw.
    Da ist nichts mit geringerer Elternbeitrag in der Betreuung.

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