Oliver Paasch über Pisa und Ostbelgien

Ich war in Brüssel zum Sommerempfang der DG und danke der DG, dass sie uns einmal im Jahr zusammenbringt. Es war gut zu hören, dass die Idee, dass man endlich sparen muss so langsam durchdringt, auch wenn Paasch und seine Mannschaft es schwierig haben Abschied zu nehmen von immer neuen Großprojekten, die mit immer neuen Schulden finanziert werden. Darüber vielleicht ein anderes Mal mehr. Aber in der Rede vom MP ist mir vor allem sein Satz über die Pisa-Resultate der DG aufgefallen.

Wenn Belgien bei Pisa noch etwas über dem OECD-Durchschnitt liegt, dann ist dies ausschließlich Flandern zu danken. Früher lag Ostbelgien auch deutlich über dem OECD-Durchschnitt, aber man ist immer weiter zurückgefallen und liegt jetzt um den OECD-Durchschnitt. Paasch spricht diesen Rückgang nicht an (trotz langjähriger Besetzung des Unterrichtsministeriums durch seine Partei, die ProDG). Dagegen findet er etwas Positives in der Pisa-Studie für die DG: das Bildungssystem der DG gehört zu den gerechtesten in der OECD. In etwa nach dem Motto: ein Land, wo die Hälfte der Leute ein Auto haben und die anderen Hälfte nicht, ist sozial ungerecht. Ein Land dagegen, wo Alle arm sind wie eine Kirchenmaus und zu Fuß laufen müssen, ist sozial gerecht. Die Arbeit der Regierung soll daraus bestehen, unser Bildungssystem auf ein hohes Niveau zu bringen (und dies sozial gerecht) und nicht nur für Verflachung der Resultate zwischen den verschiedenen sozialen Gruppen zu sorgen.

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