Verdrängung

„Ich wehre mich dagegen, aus ideologischen Gründen Technologien auszuschließen, die uns helfen, unsere Klimaziele zu erreichen,“ – so Minister M. Bihet (MR) im GE-Interview vom 24. d.M.

Er hat wohl nicht mitbekommen, dass es weniger um „Ideologien“ geht, sondern darum, kritische, warnende Stimmen anerkannter Wissenschaftler ernst zu nehmen. Wie andere Zeitgenossen gehört er zu den „Verdrängungskünstlern“ und sollte vielleicht mal nach Fukushima reisen. Die Aufräumarbeiten am 2011 (!) havarierten KKW sind bis heute nicht beendet (aber aus dem Fokus der Öffentlichkeit geraten) – und sie können noch Jahrzehnte andauern! Die Sicherheitszone (30 Km) besteht noch immer; 20 Millionen Kubikmeter kontaminierter Erde wurden abgetragen – kontaminiertes Kühlwasser fließt ins Meer...

Das Schlagwort „Energiemix“ legt der Minister gern so aus, als sei ein Energiemix ohne den minimalen Anteil, den Atomstrom noch liefert, nicht denkbar... Er sieht zudem überall klare „Lösungen“ – obwohl es sich oft um wissenschaftlich nicht fundiertes Wunschdenken handelt! Die Endlagerung bleibt weltweit ungelöst, egal was politisch so herausposaunt wird! Und in Belgien gibt es kein konkretes, umfassendes Schutzszenario bei schweren atomaren Zwischenfällen...

Schließlich musste auch noch das Kaninchen „SMR-Technologie“ hervorgezaubert werden – (Small Modular Reactors), bei der die bekannten Risiken und Probleme lediglich gestückelt, also weniger kontrollierbar, teurer und angreifbarer werden – nicht mehr wert als die Diskussion um die Kernfusion (die bereits 100 Milliarden verschlungen hat...). Dabei ist die Kernfusion schon heute nutzbar! Und sie ist günstig zu haben: mit Photovoltaik! Und der große Fusionsreaktor – unsere Sonne – wird noch 4 Milliarden Jahre lang Energie liefern...!

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