Bilder und Töne sagen manchmal mehr als viele Worte. Das wurde letzten Donnerstag in zweierlei Hinsicht deutlich: als über den Dächern des Vatikans weißer Rauch hochstieg, lagen sich auf dem Petersplatz abertausende Menschen zur Musik einer Blaskapelle in den Armen. Dann erschien auf einem Balkon ein lächelnder älterer Herr, den niemand kannte, um allen Völkern echten Frieden zu wünschen.
Ungefähr gleichzeitig marschierten in einem menschenleeren Raum des Kremls zu martialischen Klängen zwei Diktatoren, die seit vielen Jahren ihre eigenen Völker und die halbe Welt in Angst und Schrecken versetzen, über rote Teppiche aufeinander zu, um sich mit strenger Miene gegenseitig ihrer Waffenbrüderschaft zu versichern.
Ein stärkerer Kontrast ist kaum vorstellbar.
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