Die Belfius-Studie im Grenz-Echo vom 25. April 2025 zeichnet ein düsteres Bild: Die gesetzliche Rente reicht oft nicht für den gewünschten Lebensstandard im Alter. Steigende Lebenserwartung verlängert die Pensionszeit und führt zu erheblichen Mehrausgaben. Im Schnitt fehlen Rentnern anfangs 800 Euro monatlich, kumuliert bis zum 95. Lebensjahr rund 123.000 Euro.
Alarmierend ist die Diskrepanz zwischen gefühlter Sicherheit (56% glauben ihre Rente reicht) und Realität (78% der Belfius-Rentner geben mehr aus). Viele unterschätzen die finanziellen Anforderungen der „aktiven Phase“ des Ruhestands. Trotz Vorsorgeabsicht mangelt es oft an konkreten Plänen. Das klassische Pensionssparen allein genügt kaum. Die „Dekumulation“ des Ersparten stellt viele vor eine Herausforderung. Die Belfius-Initiativen (Spezialisten, „Iki=Life“, Uni-Forschung) sind begrüßenswert, doch individuelle Lösungen allein werden das strukturelle Problem der drohenden Altersarmut nicht lösen. Die Politik muss dringend handeln und nachhaltige Konzepte für die Altersvorsorge entwickeln. Die Belfius-Ergebnisse sind ein dringender Weckruf, um soziale Härten im Alter zu verhindern.
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