Schmierereien und Aufkleber mit rassistischen und nationalsozialistischen Inhalten haben in den vergangenen Tagen das Stadtbild Eupens verunstaltet. Was auf den ersten Blick als Provokation erscheint, ist in den Augen der politischen Vertreterinnen und Vertreter im Stadtrat alles andere als harmlos. „Solche Parolen verletzen nicht nur Mauern – sie verletzen unser Zusammenleben“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung aller Fraktionen.
Mit einer eindrucksvollen Geschlossenheit positionieren sich SPplus, Ecolo, OBL, PFF und CSP klar gegen rechtsextremes Gedankengut. Die fünf Fraktionssprecher haben gemeinsam ein Statement veröffentlicht, das kein Blatt vor den Mund nimmt: Eupen stehe für Vielfalt, nicht für Hass.
Die Politiker betonen, dass es nicht ausreiche, derartige Auswüchse im Stillen zu beseitigen oder totzuschweigen. Vielmehr brauche es eine klare, sichtbare Haltung der Stadtgesellschaft. „Wir dulden keine Hetze, keinen Rassismus und keinen Versuch, das respektvolle Miteinander in unserer Stadt zu untergraben“, heißt es in der Erklärung.
Auch wenn die Fraktionen in Sachfragen nicht selten unterschiedlicher Meinung seien, eint sie ein grundlegender Konsens: Der Einsatz für eine offene, demokratische und menschenfreundliche Gesellschaft. Die Ratsmitglieder verweisen in diesem Zusammenhang auf ihre kontinuierliche Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen und der Interkulturellen Dialoggruppe. Der Schlüssel für ein gelingendes Zusammenleben liege im Austausch, im Dialog und im gegenseitigen Respekt.
„Eupen ist geprägt von einer großen Mehrheit an Menschen, die offen, hilfsbereit und tolerant zusammenleben“, betonen die Unterzeichner. Diese Haltung sei keine Selbstverständlichkeit, sondern müsse jeden Tag aufs Neue verteidigt werden.
Die klare Botschaft der Fraktionen: „Eupen gibt es nur zusammen – und nur im Respekt füreinander.“ (red/calü)

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