Mit einigem Erstaunen habe ich gelesen, dass die Opposition im Eupener Stadtrat ein „unabhängiges Gutachten“ bezüglich der Abholzung im Schorberg gefordert hat. Wenn ich mich recht entsinne, war das doch die Partei, die seinerzeit den Kahlschlag des Waisenbüschchens angeordnet hat. Damals wäre ein Gutachten sicherlich sinnvoll gewesen, um zu erfahren, welche Folgen die Abholzung für Fauna und Flora, für den Lärmpegel und für den CO2-Ausstoß haben könnte. Das sind doch alles Werte, die dieser Partei sehr am Herzen liegen. Am Waisenbüschchen wurde außerdem versäumt, die Anwohner zu konsultieren und einzubinden. Stattdessen wurden über Nacht unwiderruflich Fakten geschaffen.
Aber es ist offenbar etwas anders, ob man auf der harten Bank der Opposition sitzt oder in Amt und Würden. Darum bläst den Anwohnern jetzt aus allen Richtungen ein scharfer Wind um die Ohren. Ich möchte daher vorschlagen, dass man das verflossene Waisenbüschchen in Westerwald umbenennt, denn auch über unseren Höhen „bläst der Wind so kalt“.
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