Arla und DMK: Großfusion unter Riesenmolkereien

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Das Arla-Logo ist in Pronsfeld auf einem Tankwagen zu sehen. | Foto: Thomas Frey/dpa

Der Zusammenschluss von Arla Foods und der DMK Group stehe für gemeinsame Werte und sich ergänzende Stärken, aus denen die größte Molkereigenossenschaft Europas hervorgehen soll. „Unsere Genossenschaften vereinen Landwirte seit vielen Generationen und das fusionierte Unternehmen wird die Zukunft der Milchwirtschaft auch für nachfolgende Generationen prägen. Die gemeinsame Genossenschaft wird in den kommenden Jahren über eine solide Milchversorgung verfügen und so die finanziellen Möglichkeiten für Investitionen in die Zukunft der Milchwirtschaft sicherstellen“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der beiden Unternehmen.

Arla und DMK haben in den letzten Jahren bereits erfolgreich an mehreren Projekten zusammengearbeitet, unter anderem am Joint-Venture-Projekt „ArNoCo“, das Molke aus der Käseproduktion von DMK zu Molkenproteinkonzentrat und Laktose für das globale Ingredients-Geschäft von Arla verarbeitet.

„Die Grundlage dieser Partnerschaft bilden unsere gemeinsamen Werte, und ich bin sehr stolz auf diesen geplanten Zusammenschluss, der für unsere Genossenschaften eine Win-win-Situation darstellt. Die Stärke von Arla und der DMK Group liegt in unserem gemeinsamen Engagement für Qualität und Innovation. Ich sehe in der DMK Group den perfekten Partner bei der Gestaltung einer neuen und stärkeren Arla, die bereit ist, in der Milchwirtschaft eine führende Rolle zu übernehmen“, wird Jan Toft Nørgaard, Aufsichtsratsvorsitzender von Arla Foods, zitiert.

„Wir sind stolz auf den geplanten Zusammenschluss mit Arla, einer Genossenschaft, die unser Engagement für Innovation und Wertschöpfung teilt. Diese Partnerschaft stärkt die Widerstandsfähigkeit unserer Genossenschaften und trägt wesentlich zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirte bei. Gemeinsam können wir die Reichweite unserer Milchprodukte vergrößern, unser Angebot verbessern und die Weiterentwicklung innovativer Produkte zum Nutzen unserer Mitglieder vorantreiben“, ergänzt Heinz Korte, Aufsichtsratsvorsitzender der DMK Group. Mit der geplanten Fusion würde das zusammengeschlossene Unternehmen „wirtschaftlich stark aufgestellt“ sein und durch „stärker diversifizierte Produktportfolios und Marktpositionen an Widerstandsfähigkeit gewinnen“ – trotz eines erwartbaren Rückgangs des gesamten europäischen Milchpools.

„Als Europas größte Molkereigenossenschaft ist es unser klares Ziel, noch stärkere Partnerschaften mit Kunden aufzubauen, um deren Geschäft zu stärken und gleichzeitig ein attraktives Umfeld für Landwirte, Mitarbeitende und unsere Geschäftspartner zu schaffen“, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Das fusionierte Unternehmen würde den Namen Arla tragen. Der Hauptsitz würde in Viby J in Dänemark sein, und Jan Toft Nørgaard würde den Vorsitz übernehmen. Peder Tuborgh (aktueller Geschäftsführer bei Arla Foods) soll CEO bleiben und Ingo Müller (aktueller Geschäftsführer der DMK Group) würde als EVP (Executive Vice President) in das Führungsteam von Arla berufen, um die Integration nach der Fusion zu leiten. Der Zusammenschluss bedarf der Zustimmung der Vertreterversammlung der Genossenschaften sowie der behördlichen Genehmigung. Der detaillierte Fusionsvorschlag wird in den kommenden Monaten mit den Mitgliedern der Genossenschaften sowie den zuständigen Arbeitnehmervertretern und Betriebsräten erörtert. Anschließend wird der Fusionsvertrag im Juni 2025 der Vertreterversammlung der Genossenschaft zur Genehmigung vorgelegt.

Vielen Ostbelgiern könnte die Milch-Union Hocheifel (MUH) ein geläufiger Begriff sein. Die Milchliefergenossenschaft mit Sitz in Pronsfeld fusionierte 2012 ebenfalls mit Arla. Arla Foods Belgien besitzt zudem eine Niederlassung in Welkenraedt. (red/nc)

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