Die beiden schrecklichen Kriege des letzten Jahrhunderts waren nur möglich geworden, weil es in den Jahren zuvor massive Aufrüstungen nicht nur in Deutschland gegeben hatte. Aufrüstungen, die auf allen Seiten der eigenen Bevölkerung abverlangt wurden, weil eine feindliche (angebliche) Übermacht angreifen will. Die Parallelen zu dieser Woche sind unübersehbar: Russland, das militärisch nicht einmal in der Lage ist, wenige Quadratkilometer der russisch-sprachigen Ukraine völkerrechtswidrig zu besetzen, soll in der Lage sein, die gesamte NATO anzugreifen? Ist dies wirklich eine realistische Gefahr?
Verlässt man sich auf die Rüstungszahlen, die das westliche Friedensforschungsinstitut SIPRI jährlich veröffentlicht, ist die Übermacht der NATO gegenüber Russland in den letzten Jahrzehnten sogar stetig gestiegen. Die Rüstungsausgaben der NATO betrugen 2023 das 14-fache (!) der Rüstungsausgaben Russlands. Selbst wenn sich Trump und Kanada völlig aus der NATO verabschieden würden, besteht laut IISS und dem sicher nicht russlandfreundlichen Handelsblatt schon 2024 eine Übermacht der europäischen NATO-Staaten. 6.297 westliche Kampfpanzer stehen 2.000 russischen Kampfpanzern gegenüber. 421 Kampfhubschraubern gegenüber 348 russischen Hubschraubern. 140 westliche Hauptkriegsschiffe gegenüber 33 russischen Schiffen. 2.073 Kampfflugzeuge gegen 1.026 russische Kampfflugzeuge, 15.399 Artillerie-Systeme gegenüber 5.399 russischen,... (Quelle: Handelsblatt, IISS)
Kommentare
Si vis pacem, para bellum - wieviel braucht man um Moldawien zu eroberben, wieviel für Georgien - hat die Bevölkerung jener Länder weniger Wert als Palästinenser?
Wie verteidigen, wenn nicht gerüstet?
Garnicht, klein beigeben ist nicht das gelbe vom Ei.
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