Im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft wird wieder einmal darüber diskutiert, wie man den hiesigen Tourismus ankurbeln kann. Während die Regierung noch über eine passende Strategie rätselt, kritisiert die Opposition schon einmal die anfallenden Kosten.
Dabei wäre eine Lösung des Problems einfach und würde auch wenig Geld kosten: Man müsste lediglich an den Einfallstoren zu unserem Ländchen – also auf Höhe von Köpfchen und Bildchen, am Weißen Haus und am Garnstock, aber auch am Stehling und an der der Schmiede, an der Kaiserbaracke und am Losheimergraben Schilder in den drei Landessprachen anbringen: „Willkommen im Vennland – Bienvenue au Pays des Fagnes – Welkom in het land der Venen“. Ich bin mir sicher, die Reisenden – egal ob es sich um Auto- und Motorradfahrer, um Radler oder Wanderer handelt – würden sich gleich in Urlaub wähnen.
Kommentare
Sorry, ihr Vorschlag ist Blödsinn, die Gegend um Lontzen/Kelmis gehört eher zum Herverland als zum Vennland !
Ja, Frau Schmitz, der Vorschlag des Herrn Bauer, den er früher schon wiederholt geäußert hat, würde auch im Süden Ostbelgiens wenig Zustimmung ernten.
Für die Bewohner von Elsenborn bis Burg Reuland beginnt das Hohe Venn hinter Sourbrodt.
Ein Schild auf Wahlerscheid oder Losheimergraben "Willkommen im Vennland" würde auf Unverständnis und Kopfschütteln stoßen.
Auch wenn es Flurnamen wie das "Krinkelter Venn" (*) gibt, so würde sich doch niemand als "Vennländer" bezeichnen oder bezeichnen lassen.
Wenn Eupen selbst damit Werbung machen will ("Eupen ist ein idealer Erholungsort und u.a. das 'Tor zum Hohen Venn', einer in Europa einzigartigen Hochmoorlandschaft"), so bleibt das der Stadt natürlich unbenommen. Es trifft ja schließlich auch zu.
(*) Ursprünglich ein Heide- und Sumpfgebiet, aber schon vor Jahrzehnten urbar gemacht und als Wiesen genutzt, inzwischen wurden viele Parzellen größtenteils aufgeforstet.
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