Carmina Mundi gratuliert dem Cäcilienchor zum Jubiläum

<p>Bildtext: Carmina Mundi präsentierte zeitgenössische Chorwerke.</p>
Bildtext: Carmina Mundi präsentierte zeitgenössische Chorwerke. | Foto: privat

In seiner Begrüßung unterstrich Chorpräsident Thomas Pankert die Dankbarkeit der aktiven Mitglieder gegenüber den Generationen von Vorgängern, die in guten und auch in manch weniger guten Zeiten viel Freude und Energie in die Pfarrgemeinschaft und die Region eingebracht haben. Dieses Erbe ist auch weiterhin Quelle für das Engagement der aktuell rund 60 Sängerinnen und Sänger.

Dass dieses Jubiläum mit einem würdigen Festprogramm begangen werden sollte, war deshalb nur allzu selbstverständlich. Bereits zum 150. Jubiläum war Carmina Mundi unter Leitung von Harald Nickoll an gleicher Stelle zu Gast. Im vergangenen Vierteljahrhundert konnte der Chor landes- und bundesweit große Erfolge erzielen.

Carmina Mundi überraschte mit einem Programm zeitgenössischer A-cappella-Chormusik aus Nordamerika, Skandinavien und dem Baltikum. Die zumeist sehr jungen Komponisten mögen zwar weitgehend unbekannt sei, aber ihre Tongemälde sind nicht minder eindrucksvoll.

So hinterließ „Snilla Patea“, ein Stück für Chor und Violine des Norwegers Bjorn Kare Odde, einen nachhaltigen Eindruck: die subtile melancholische Geigenmelodie greift Weisen aus der nordischen Volksmusik auf; der erhebende Chorgesang drückt die „Sehnsucht nach oben“ aus, abgelöst im Mittelteil von einem überraschenden Staccato. Besonderen Eindruck hinterließen auch „Trilo“ von Bengt Ollé - das Lied wird traditionell von schwedischen und norwegischen Ehefrauen gesungen, wenn ihre Männer von der See zurückkehren - und „Father Thunder“ von Laura Jekabsone. Das Klanggemälde begann mit Hecheln, Fingerschnippen und Lippengeräuschen, Regentropfen gleich, bevor das Unwetter seinen teils dramatischen Lauf nimmt und in ein spektakuläres Finale mit lautem Donner und Blitzen mündet. Als Zugabe präsentierte Carmina Mundi zwei Werke des amerikanischen Tonschöpfers John Trotta. „Surge Illuminare“ und „I Celebrate Myself“ passten sowohl musikalisch als textlich perfekt zur Geburtstagsfeier des Cäcilienchors.

Übrigens standen dem Chor rund ein Drittel der Choristen krankheitsbedingt nicht zur Verfügung. Offenbar hatte der Sopran einen schweren Stand. Dennoch hat Carmina Mundi das schwierige Programm mit Bravour gemeistert, was für die Qualität des Ensembles spricht. Das zahlreiche Publikum verabschiedete die Gäste aus der Kaiserstadt mit stehenden Ovationen. Dirigent Harald Nickoll durfte als Geschenkset das eigens zum Jubiläum gebraute „Cäcilianerbier“ entgegennehmen, das auch beim anschließenden Umtrunk verkostet wurde.

Nächster Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist der Auftritt des Universitätschors Maastricht beim Eupen Musik Marathon am 25. Mai.(red/pf)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment