Synergie Festival bietet experimentelle Kunst im Alten Schlachthof

<p>Julia Liedel beschwört mit Obertonschwingungen der Geige und tiefem E-Bass einen Geist.</p>
Julia Liedel beschwört mit Obertonschwingungen der Geige und tiefem E-Bass einen Geist.

Bei dem Indoor-Festival Synergie brechen Künstler mit den Konventionen und eröffnen dem Publikum eine neue Welt des Ausdrucks und der Erfahrung. Es geht darum, neue Wege zu finden: mit Formen, Farben, Klängen und Bewegungen.

Im Sommer 2024 entstand ein interessanter Austausch mit ostbelgischen Künstlern, die im Kunsthaus Troisdorf ihre Werke ausstellten. Im Zuge dessen sind nun acht Künstler aus Nordrhein-Westfalen mit Malerei, Fotokunst und Objekten bei der Ausstellung „TRANSFER“ im Rahmen von Synergie vertreten. Die Ausstellung bietet spannende Einblicke in aktuelle Positionen der Gegenwartskunst. Die teilnehmenden Künstler sind Frank Baquet, Jette Jertz, Marc Kirschvink, Rolf Mallat, Beata Obst, Lena Reifenhäuser, Masoud Sadedin und Mirjam Wingender.

Zu Gast ist am 24. Januar am Rotenberg auch das von Nath Jonniaux geleitete Kunst- und Musikprojekt „Chose“, das wirkt wie ein flammender Atem und das gleichzeitig die neuen Geschlechterfragen umarmt. Von Poetry Slam über Rap, Chanson mit Text und heute Elektropop – die einzige Konstante ist das Schreiben und daran Spaß haben.

Pavel Tchikov ist ein kreativer Kopf aus Belgien – Komponist, Multi-Instrumentalist und Improvisator. Er leitet die Gruppe „Ogives“, ein spannendes Ensemble, das zeitgenössische Klassik mit Rock und elektronischen Klängen mixt. Nebenbei begeistert er als Solokünstler, wobei sein Herz für das Modulsystem schlägt. Dieses nutzt er entweder als eigenständiges Instrument oder als Erweiterung für Gitarre, Schlagzeug und mechanische Instrumente. Seine Musik ist eine Reise durch experimentelle elektronische Klänge, inspiriert von Größen wie Iannis Xenakis und aktuellen Elektrokünstlern wie Autechre. Pavel Tchikov hat bereits auf Bühnen wie dem LaNature/NoName Festival, dem Micro Festival und Le BRASS gespielt.

Julia Liedel beschwört mit Obertonschwingungen der Geige und tiefem E-Bass-Gewaber einen Geist. Das war geschehen: Bei einer ihrer meditativen Übungen im obersten Kämmerchen des Alten Schlachthofs lief ihr ein Schauer über den Rücken. Ein Pfeiffen schnitt ihr einen scharfen Schnitt ins Trommelfell. Der Atem aus. Herzibert ist da.

Mavi Garcia und Florian Zeeh arbeiten seit über zehn Jahren zusammen. Gemeinsam entwickeln sie Performances, die sich mit Themen wie Nähe und Distanz, Festhalten und Loslassen auseinandersetzen. Ihre Bewegungen sind repetitiv und fast mechanisch, was oft skulpturale und installative Effekte erzeugt. Durch die meditative Wiederholung zaubern sie Magisches aus alltäglichen Momenten hervor. (red/mcfly)

Weitere Infos und Tickets unter www.alter-schlachthof.be

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