Zum Anlass der Hundertjahrfeier der Pfarre Born fand im Rahmen der Ausstellung im Juni ein Seniorennachmittag statt. Hier wurden den älteren Bewohnern von Born die wichtigsten Bereiche der Ausstellung anhand einer digitalen Präsentation auf der Leinwand erläutert. Danach wurde dieses Treffen mit einem gemütlichen Schmaus mit Kaffee und Kuchen gekrönt. Der Erfolg dieses Nachmittags war Startschuss und Überlegung für die Mitglieder der Arbeitsgruppe „100 Jahre Pfarre Born“, ein weiteres Treffen zur Adventszeit auf den Weg zu bringen. Da es auch zur Ausstellung eine Animation für die Schulkinder gegeben hatte, kam den Veranstaltern die Idee, beide Gruppen gemeinsam einzuladen. „Jung trifft Alt.“ Sollte das Moto sein. Gesagt, getan!
Eine erste Kontaktaufnahme mit der Lehrerin und auch ein weiteres mit den Schülern des fünften und sechsten Schuljahres zur Vorbereitung in der Schule verliefen sehr positiv. Alle waren sofort begeistert und Feuer und Flamme für das neue Projekt. Ein paar mitgebrachte Bilder gaben Denkanstöße. Wie sah das Leben zur Kinderzeit der heute 80- bis 90-Jährigen aus? Spontan wurden durch die Kinder Themenbereiche in Form eines Brainstormings auf die Tafel geschrieben und gruppiert, in einer zweiten Phase überlegten sich die zehn Schüler in Zweiergruppen konkrete Fragen zu diesen Themenbereichen. Es ging unter anderem um den Tagesablauf früher, um das Essen und seine Zubereitung, um Mobilität, um den Sonntag und Feste, um Schule, Lehrer und Strafen, um Hausarbeit, Familienleben und Hobbys, aber auch um Themen wie Klima, Umweltschutz und Müllentsorgung und noch vieles mehr.
Am vergangenen Dienstag war es dann endlich soweit: „Junioren“ und „Senioren“ trafen sich im festlich weihnachtlich geschmückten Vereinslokal zur Frage- und Antwortrunde und zum Kaffeeklatsch. Die Schulkinder traten mit vorbereiteten Fragen in Zweiergruppen oder auch einzeln an die über 20 recht zahlreich erschienen Senioren heran und nach anfänglichen Berührungsängsten entstanden sehr schnell interessante Gesprächsrunden. Mit Erstaunen konnten die Schulkinder erfahren, wie anders doch die Kinderzeit vor 70-80 Jahren war. In einer Schulklasse waren 30-40 Kinder aus mehreren Jahrgängen. Das Essen war sehr einseitig. Man aß, was man hatte. Das Wort vegetarisch kannte man nicht. Strafen bestanden früher oft aus körperlichen Züchtigungen, was ja heute glücklicherweise verboten ist. Kinder hatten früher wesentlich mehr tägliche Verantwortung und mussten in Haushalt und Landwirtschaft kräftig mit anpacken. Es gab für beide Seiten sehr viel Neues zu erfahren und so war die Gesprächsstunde wie im Flug vergangen. Bei Kaffee und Kuchen wurden noch Informationen ausgetauscht, alte Kochrezepte vermittelt und auch die Senioren erfuhren etwas über das Leben der Kinder heutzutage. (hm/arco)



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