Am vergangenen Freitag, den 13.12.24 trat ein Großteil des Kollegiums des Zentrums für Förderpädagogik in St.Vith in den Streik und kam dem Aufruf der Gewerkschaft nach, sich an dem angekündigten Aktionstag zu beteiligen. In der Schule selbst wurde an dem Tag eine Notbetreuung angeboten. Hintergrund dieses Streiks sind die im öffentlichen Dienst – und besonders im Schulwesen – vorgesehenen Einsparungsmaßnahmen in Bezug auf die Rente sowie die Änderungen hinsichtlich der Anerkennung von Laufbahnunterbrechungen und Urlaubsformen betreffend der Rente. Außerdem wird nach und nach festgestellt, dass die Aussetzung des variablen Teils des Weihnachtsgeldes einen hohen Betrag darstellt, der einen schweren finanziellen Verlust bedeutet.
Das Personal des ZFP St.Vith kommt gerne zur Arbeit, und doch waren sich die meisten einig, dass man nicht bereit sei, das von den politischen Entscheidungsträgern Vorgesehene einfach so hinzunehmen. Auch die Kürzung des Weihnachtsgeldes ist inakzeptabel, da das Personal die angehäuften Schulden, die zu den Sparmaßnahmen führen, nicht zu verantworten hat. Den meisten Mitarbeitern fiel es aber dennoch nicht leicht, zu streiken, da sie sich der Notwendigkeit ihrer Arbeit bewusst sind. Die Kinder verpassten an diesem „verlorenen“ Schultag nicht nur Unterrichtsinhalte, sondern auch wichtige Therapiesitzungen. Zudem stellte eine Unterbrechung der gewohnten und routinierten Schulwoche für einige Kinder eine Herausforderung dar. Dennoch wurde sich dem Streikvorhaben angeschlossen, um ein Zeichen gegen die geplanten Einsparungsmaßnahmen zu setzen, die das Personal nicht widerspruchslos hinnehmen möchte.
Die Zukunft des Lehrerberufs, welcher aktuell einen Mangelberuf darstellt, sollte attraktiver für angehende Studenten und anderweitig am Unterrichtswesen interessierte Menschen dargestellt werden. Hierzu tragen Rentensparmaßnahmen und sonstige Einbußen im Unterrichtswesen nicht bei. Denn letztendlich prägen die Lehrpersonen von heute die Erwachsenen von morgen.
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