Distanzierung

Sehr geehrter Herr Haep,

ich möchte nicht mehr über die Überschwemmungen im Juli 2021 polemisieren. Aber ich kann keine falschen Behauptungen akzeptieren und keine „Fakten“, die ich nicht gesagt habe (Übrigens fand mein Vortrag am 29. November 2024 statt):

- Von 1950 bis zu meiner Pensionierung am 1. April 2001 arbeitete die Station (Talsperre und Trinkwasseraufbereitung) kontinuierlich mit aufeinanderfolgenden Schichten, einem Bereitschaftsdienst von drei Mitarbeitern und Betriebspersonal (+/- 35 Mitarbeiter am 1. April 2001). 2002-2003 wurde das Personal an die Wallonische Wasserverteilungsgesellschaft (SWDE) übertragen, welche die Verwaltung der Trinkwasseraufbereitung, der Stromerzeugungsanlage und der Zufuhrwasserleitungen übernahm.

Die SWDE hat nichts mit dem Management des Staudamms zu tun. Dieses Management liegt seit 2002 in Händen der Wallonischen Region. Der im Ministerium in Namur angesiedelte „Öffentliche Dienst der Wallonie“ (SPW-ÖDW) ist zuständig, sowohl für die Weser- wie für die Gileppetalsperre. Im Juli 2021 war dieser Dienst also an beiden Stellen verantwortlich! Wer bei den Überschwemmungen im Juli 2021 vor Ort war, weiß ich nicht.

- Ich habe nie von menschlichen Fehlern gesprochen, sondern von Dysfunktionen.

- Die Gileppetalsperre hat nie freie Träger gehabt und ist, genau wie die Wesertalsperre, immer in öffentlicher Hand gewesen. Heute ist sie in Hand des Ministeriums der Wallonie: Service Public de Wallonie (SPW - Mobilité et Infrastructures , district des barrages de l’Est). Die Trinkwasseraufbereitung ist an der Gileppe ebenfalls in Händen der Wallonischen Wasserverteilungsgesellschaft (SWDE).

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