Erreur humaine?

Rodolphe Collienne berichtete im Jünglingshaus (30.11.) bei den Beaux Spectacles Français, keine Medienvertreter vor Ort, über die Fertigstellung der Talsperre in 1952 und nochmal umfassend über die Überschwemmungen im Juli 2021. Vorab die von ihm bezifferten Wassermassen waren immens und hätten immer zu einer Flut und unabsehbaren Schäden geführt. Bei Bosten in der Unterstadt staute die Weser vor der Hill haushoch (5 M.)! Dennoch die IRM hatte ziemlich genau die zu erwarteten Regenmengen 2 Tage vorher vorausgesagt. Zugleich war das Niveau der Talsperre erhöht, besonders für den Juli. R C bezog sich mehrfach auf 1975/76, wo es eine Dürre gegeben hatte; doch hiervon konnte diesmal keine Rede sein. Das Wasserwerk war spärlich mit 3 Personen mit unterschiedlichen Berufen, ein Chemiker, besetzt. Die Meldungen wurden auch nach Verviers durchgegeben doch ohne Alarm zu bewirken. Die Exekutive liegt bei einer anderen Institution. Es erfolgten keine weiteren Entscheidungen bis es auf einmal hieß die Talsperre läuft über, „hieß es“. Es wurde schließlich in Verviers gegen 22 Uhr entschieden, die Talsperre zu fluten. Auf Wunsch der Gemeinde wurden noch 2 Stunden zur Evakuierung der Unterstadt eingeräumt. Weiter im Tal sind dann die Umstände verheerend und die „Erreur humaine du pied à la tête“ (R C) steht für die Mehrzahl der Toten! Die Gesamtverantwortung liegt politisch beim Minister. Die anderen Talsperren, etwa die Gileppe, haben freie Träger und haben die Katastrophe besser gemanagt!

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