Damit macht die Schulleitung deutlich, wie groß der Unmut über die angekündigten Sparmaßnahmen im Bildungsbereich ist. Zugleich ruft sie zu einem Dialog auf und lädt Vertreter der DG-Regierung sowie Gewerkschaften zu einem Info- und Diskussionsabend ein.
„Die Idee für diese Aktion entstand während einer unserer regelmäßigen Teamsitzungen“, wird PDS-Direktorin Marie Kever in einer Pressemitteilung zitiert. „Direktion, Sekretariat und Middle Management waren sich einig, dass wir die geplanten Einsparungen im Bildungsbereich nicht einfach hinnehmen können.“
Die DG-Regierung und Gewerkschaften haben sich zwar auf Sparmaßnahmen geeinigt, doch für die Schulen und Lehrkräfte bedeutet dies eine klare Abwertung des Lehrerberufs. „Nach der ersten Kürzung im Jahr 2013 ist dies bereits die zweite Gehaltskürzung. Auf der einen Seite wird über die notwendige Aufwertung des Lehrerberufs gesprochen, sogar Wahlkampf wird damit gemacht, und auf der anderen Seite erfolgt diese erneute Kürzung. Wir brauchen mehr Lehrerinnen und Lehrer, nicht weniger! Hier sehen wir einen großen Widerspruch. Es stellt sich die Frage, welchen Stellenwert das Bildungswesen und die Menschen, die sich täglich an den Schulen engagieren, in unserer Gesellschaft wirklich haben“, so Marie Kever.
Die Schulleitung der PDS möchte zu diesem brisanten Thema einen Info- und Diskussionsabend veranstalten, bei dem nicht nur die Einsparungen, sondern auch die allgemeinen Herausforderungen des Bildungsbereichs zur Sprache kommen sollen. Eingeladen sind neben den Gewerkschaften auch der DG-Unterrichtsminister Jérôme Franssen (CSP) sowie DG-Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG). Ein konkreter Termin steht noch nicht fest, jedoch betont die Direktorin in dem Schreiben, dass eine zeitnahe Veranstaltung angestrebt wird. „Ja, wir sind empört. Aber zu einer Demokratie gehört auch Dialog. Diesen möchten wir hiermit ermöglichen und erwarten die Antwort der eingeladenen Vertreter.“ (red/calü)

Kommentare
Ja, solange die "Bekämpfung des Klimawandels" in der DG einen höheren Stellenwert hat als die Ausbildung der Schüler, braucht man sich nicht zu wundern. Wozu Bildung? Es reicht doch Einbildung.
Die DG bereichert sich lieber selber und wenn man die sozialen Netzwerke und Medien verfolgt ist der neue Minister für Bildung und Schulen mehr in Europa unterwegs anstatt sich um die wichtigen Belange hier in der DG zu kümmern. Alleine Presse-Wirksame Termine wahrnehmen reicht da nicht... So erfüllt man keinen Wählerauftrag, wobei den hat die CSP ja auch eigentlich nicht bei einem Verlust von 3,3 % bei der letzten Wahl... Aber sie könnte ihn sich ja verdienen....
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