Henriette Kretz wurde am 26. Oktober 1934 in einer jüdischen Familie in der damals polnischen Stadt Stanisławów (heute Iwano-Frankiwsk in der Ukraine) geboren. Seit 1935 lebte die Familie in der Nähe von Opatów im südöstlichen Polen, wo Henriettes Vater als Arzt tätig war. Nach dem Überfall auf Polen im Herbst 1939 floh die Familie vor den heranrückenden Deutschen. Henriette kam mit ihren Eltern zuerst nach Lemberg und bald darauf ins benachbarte Sambor.
1941 holten der Krieg und die Deutschen die Familie auch dort ein. Aus ihrer Wohnung wurden sie bald vertrieben und mussten umsiedeln. Mehrmals gelang es Henriettes Vater, seine Familie vor dem Schlimmsten zu bewahren, schließlich aber wurden die Eltern vor Henriettes Augen erschossen. Sie selbst konnte sich in einem Nonnenkloster verstecken und überlebte die Zeit des NS-Terrors.
Nach dem Krieg kam sie auf Umwegen nach Antwerpen, studierte Kunstgeschichte und wurde Lehrerin für Französisch in Israel, wo sie insgesamt 13 Jahre lang lebte. 1969 kehrt sie nach Antwerpen zurück.
Am 4. November wird Henriette Kretz vor einem größeren Publikum von ihren Erfahrungen berichten und auch auf Fragen der Zuhörer eingehen. Moderiert wird der Abend von Journalist André Goebels.
Aufgrund einer begrenzten Teilnehmerzahl ist eine persönliche Anmeldung für diese Veranstaltung unter www.rsi-eupen.be erforderlich. Als Eintritt wird ein Spendenbeitrag von fünf Euro für das Maximilian-Kolbe-Werk erhoben. (red/mcfly)

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