Eine kurze Rast an der Eupener Talsperre! Auf der Grünfläche – bevor es über die Sperrmauer geht – stehen seit einiger Zeit neue Bänke; solide und aus Metall – das ist richtig. Falsch ist allerdings, dass nun Blumenbeete angelegt wurden, mit Pflanzen in Reih und Glied…, die m.E. dort nicht hingehören! Handelt es sich doch nicht um eine x-beliebige, städtische Parkanlage, sondern um die Böschung eines sensiblen Wasserschutzgebiets!
Hätte man da nicht besser mal Fachleute beauftragt, die sich mit Nachhaltigkeit - und, wenn überhaupt - mit naturnahen (!) Bepflanzungen auskennen? Denn es war bisher nie nötig, die natürlichen Böschungen aufzuhübschen... Die rechteckigen „Beete“ sind jedenfalls eine Farce und passen wie die Faust aufs Auge …!
Es kommt aber noch dicker! Das ökologische Unwissen von Auftraggeber und Ausführenden schlägt sich zudem darin nieder, dass diese „Beete“ (gerade mal 25 Meter vom Wasser entfernt) mit Unkrautvlies abgedeckt wurden… Es gibt sehr unterschiedliche Vliese dieser Art... Aber weshalb überhaupt dieses hässliche Zeug auslegen im Wasserschutzgebiet?
Beim Zerfall können sich Partikel oder Streifen lösen und schon hätten wir Plastik im Trinkwasser! Selbst bei biologisch abbaubarem Material bleibt hier das Ästhetische auf der Strecke! Vor den Sitzbänken liegen Matten mit Wabenmuster, um den feinkörnigen Splitt (die denkbar schlechteste Lösung!) zu „stabilisieren“…
Die Matten… aus Kunststoff! Schon jetzt, nach sehr kurzer Zeit, sind erste Teile davon herausgebrochen. Nachhaltigkeit? Nein, Plastikmüll …!!! Verlautbarungen seitens der Politik zum Thema Nachhaltigkeit erweisen sich leider - angesichts der Unfähigkeit, ernsthaft nachhaltig zu agieren - allzu oft als Worthülsen! Wer im Kleinen scheitert, wird wohl auch bei großen Anforderungen versagen! Frage also: Wer zeichnet für den Kitsch verantwortlich?
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