Wie der Zweckverband mitteilte, seien die Kosten (mit Ausnahme der Kosten für die ausgelagerten Sammlungen von Bio- und Restmüll sowie Papier und Karton) seit 2017 nicht gestiegen und nicht indexiert worden, obwohl allein die Inflation von 2017 bis 2025 29 Prozent betragen habe. Diese Differenz gelte es nun auszugleichen.
Ende 2016 hatte die Generalversammlung des Sektors Verwertung und Sauberkeit von Idelux beschlossen, die Beiträge der Gemeinden einzufrieren, um jährliche Erhöhungen der Abfallgebühren zu vermeiden. Dies, nachdem festgestellt worden war, dass die Interkommunale über erhebliche Reserven verfügte.
Es wurde daher beschlossen, diese Gewinnvorträge zu verwenden, um die Finanzierungslücken der Kostenerhöhungen zu schließen, und zwar so lange, wie es die Finanzlage von Idelux Umwelt zulässt.
„Da die Reserven heute erschöpft sind, ist dieser Mechanismus nicht mehr möglich. Aus diesem Grund musste der Vorstand von Idelux Umwelt am 20. September 2024 die Entscheidung treffen, die Preise zu erhöhen“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Das Recycling von Abfällen sei nach wie vor entscheidend für den Schutz der Umwelt (Wiederverwendung von Rohstoffen und Begrenzung der Gewinnung neuer Ressourcen). „Die Entwicklung zahlreicher Recyclingwege ist jedoch mit Kosten verbunden. Dieser Ansatz erfordert mehr getrennte Sammlungen und spezifische Behandlungen für jeden Abfallstrom.“ Dies gelte umso mehr für das Gebiet der 55 Gemeinden, die Idelux Umwelt angeschlossen sind, und zwar aufgrund der Größe des Gebiets und der notwendigen Anzahl von Recyparks pro Einwohner (die höchste in der Wallonie), die einen kundennahen Service ermöglichen, und der geringen Anzahl von Einwohnern, auf die diese Lasten verteilt werden können. „Dennoch ist Recycling ein integraler Bestandteil der europäischen und wallonischen Abfallwirtschaftspolitik, der wir uns nicht entziehen können.“
Darüber hinaus führt die Entwicklung der Umweltstandards, die für die Instrumente zur Abfallbehandlung eingehalten werden müssen, ebenfalls zu zusätzlichen Belastungen bei den Investitionen und der Abfallbewirtschaftung. Derzeit werden rund 60 Prozent der Kosten der Interkommunalen von den Gemeinden getragen. Die restlichen 40 Prozent werden durch Einnahmen aus Rücknahmeverpflichtungen (Fost Plus, Recupel, Bebat...), dem Verkauf von Materialien (Metalle, Papier und Karton...), Strom aus Biogasanlagen, der Behandlung von privaten Abfällen sowie durch Zuschüsse gedeckt. (red/arco)

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