Sollte in diesem Jahr ein inhaltlich wichtiger GrenzEcho-Artikel gesucht werden, so war es unter anderem der Kaleido-Bericht zur „telefonbasierten Kindheit“! Die zusammengetragenen (internationalen) Fakten, die entsprechenden Schlussfolgerungen und Forderungen sind meines Erachtens richtig und überfällig. Die „Verrohung der Gesellschaft“ mag man zwar schon immer wieder mal beobachtet haben…, doch scheint die digitale Aktualität abstruser denn je! Eine teils asoziale Infantilisierung der Gesellschaft wird durch ständig neue „Entwicklungen“ beschleunigt, doch viel zu wenig hinterfragt.
Im fortschrittlichen Dänemark wurden mit dem Verbot des Smartphone-Gebrauchs an Schulen bereits positive, höchst interessante Beobachtungen gemacht: So wird auf Schulhöfen wieder mehr gespielt und sozialer interagiert! Dies allein widerlegt Kurt Pothens Kommentar - seine persönliche Stellungnahme gegenüber aussagekräftigen Studien! Werter Kurt, sicher spielen auch „andere Faktoren“ in der psychischen Entwicklung eine Rolle. Doch sind heutzutage alle gesellschaftlichen Bereiche durch Social Media infiltriert. Und deshalb sollten verantwortliche Erwachsene da ansetzen, wo es augenfällig Handlungsbedarf gibt? Die von Kaleido dargelegten Forderungen mit „weltfremder Rückwärtsgewandtheit“ zu kommentieren, ist da schon ein journalistischer Fettnapf!
Denn ein Smartphones-Verbot ist keineswegs die Abkehr von Medienerziehung!!! Falsch ist auch der Schluss des Kommentars. Es ist sehr wohl „diese Technologie“ an sich (!), die junge Menschen (und auch Erwachsene) abhängig macht und mit ihrer Bilderflut Gewaltverherrlichung, rechtsextremen Inhalten, Mobbing u.v.m. den Boden bereitet!
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