Liebe Leser, ich muss mal wieder etwas loswerden. Am Sonntag gingen in Paris die Paralympischen Spiele zu Ende. Spiele der Superlative, kann man ohne zu übertreiben wohl sagen. In den letzten Wochen hatte ich oft (fast jeden Tag) die Gelegenheit, diese Spiele zu verfolgen. Von dem, was ich da gesehen habe, war ich so begeistert, dass ich heute noch aus dem Staunen nicht herauskomme.
Wie und mit welcher Begeisterung diese behinderten Sportler ihren Sport ausgeübt haben, war schon unglaublich.
Ich denke da z.B. an den amerikanischen Bogenschützen, der ohne Arme Sieger wurde, oder an den Hochspringer, der nur mit einem Bein (ohne Prothese) vor seinem Anlauf die Krücke wegwarf und noch über 1,85 m sprang.
Aber auch die Leistung der Schwimmer ohne Arme und Beine haben mich begeistert. So könnte ich die Liste unendlich fortsetzen. Was mich aber am meisten imponiert hat, waren die Sportstätten in ganz Paris und vor allen Dingen das begeisterte und zahlreiche Publikum. Alle Veranstaltungen waren so gut besucht, dass manch ein normaler Organisator neidisch werden könnte.
Wie sagte der französische Blindenfußballstar, der im Finale den entscheidenden Elfmeter verwandelte: „Normalerweise spielen wir vor 40-50 Zuschauer, hier unter dem Eiffelturm waren es 12.000, die uns begeistert unterstützt haben. Es war schon beeindruckend, wie alle Sportler angefeuert wurden, egal welcher Nationalität sie waren.“
Zum Schluss noch ein großes Lob den Organisatoren; da brauchten keine neuen teuren Hallen und Stadien gebaut zu werden, nein, denn viele Spiele wurden unter Einbeziehung der verschiedensten Sehenswürdigkeiten von Paris ausgeführt, was eigentlich so noch nicht da gewesen ist.
So wird Los Angeles es 2028 schwer haben, das zu toppen.
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