MP Paasch hat die Signale aus der Bevölkerung gehört und will die Austrittsentschädigung für Minister auf ein normales Niveau festlegen. Ein Lob dieser Einsicht und jetzt scheint es auch nicht mehr so, als ob er sich noch schnell einen Batzen Geld für sein späteres Karriereende sichern wollte.
Weniger verständlich ist das Verhalten der Ex-Ministerin Weykmans. Doch erst zurück zu ihrem Werdegang. 2004 erhielt die PFF einen zweiten Ministerposten, doch es sollte eine Frau sein. Von den 4 möglichen ministrablen PFF-Damen sagte eine ab (sie blieb lieber noch jahrelang auf ihrer Direktionsposition in St.Vith, wo sie gute Arbeit leistete) und eine zweite Eifelerin konnte man auf die Schnelle in Brüssel nicht erreichen. So stimmte der Vorstand eben zwischen den übrig gebliebenen Damen aus dem Eupener Land und Frau Weykmans zog das große Los.
Dass sie dann plötzlich mit noch keinen 25 Jahren ihr Monatsgehalt wahrscheinlich mehr als vervierfachen konnte ist nicht ihr Fehler. Nur Ecolo hat hier intern für eine vernünftige Korrektur gesorgt: wenn man in sehr jungem Alter und ohne Erfahrung plötzlich ein hohes Abgeordneten- oder Ministergehalt erhält, dann muss man eine entsprechend hohe Abgabe an die Partei geben um das Gehalt in eine korrekte Größenordnung zu bringen.
Aber nach 20 Jahren sehr hohes Gehalt noch eine Abschiedsprämie erbetteln ist des Guten doch zu viel. Unter den jetzt von Paasch vorgeschlagenen neuen Regeln hätte sie keinerlei Anspruch. Ich weiß nicht, ob das GrenzEcho sich auch bei ihr um eine Stellungnahme umhört hat (so wie bei Antoniadis). Oder aber ob sie sich in Schweigen hüllt und denkt und handelt wie z.B. Ex-Senator und PDG Präsident Louis Siquet oder der wallonische Politiker Happart: kritisiert nur meine Ansprüche… solange ich das Geld bekomme ist für mich alles ok.
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