Vertikutieren - hinter diesem sperrigen Wort steckt ein einfaches Prinzip: Mithilfe eines elektrischen Geräts, dem Vertikutierer, werden kleine Schlitze in den mit Gras bewachsenen Boden geritzt. Dadurch kommt mehr Sauerstoff an die Wurzeln und Moos wird entfernt. So entwickelt der Rasen Kraft und wird wieder schön grün und gesund.
Wer sollte vertikutieren?
„Vertikutieren ist für jeden sinnvoll, der Nutz- und Spielrasen, also gepflegten Rasen hat“, sagt Peter Baruschke, Redakteur bei der Zeitschrift „Selbst ist der Mann“. Ein Zeichen dafür, dass ein Vertikutierer-Durchgang sinnvoll wäre, ist verfilzter, scheckiger oder vermooster Rasen.
Wann ist die richtige Zeit zum Vertikutieren?
Laut Baruschke bieten sich vor allem zwei Zeitpunkte im Jahr an: Frühjahr und Herbst. „Hat es im Frühjahr stabil 10 Grad, kann man mit dem Vertikutieren loslegen.“ Und zwar am besten „bevor der Rasen so richtig loslegt“. Die zweite Runde Vertikutieren ist im September oder Oktober sinnvoll, nicht zu spät, damit der Rasen vor dem Winter noch schön nachwächst. Wichtig: „Unmittelbar vor dem Vertikutieren sollte der Rasen nicht feucht oder nass sein.“ Nach dem Vertikutieren wässert man die Fläche dann großzügig. Außerdem sollte sie gedüngt werden. Bei Bedarf ist es auch sinnvoll, jetzt nachzusäen.
Was brauche ich zum Vertikutieren?
„Für eine übliche Gartenfläche reicht ein einfacher Elektro- oder Akku-Vertikutierer völlig aus“, sagt Baruschke. Wichtiger als das Gerät sei die richtige Einstellung. Damit keine Wurzeln beschädigt werden, sollten die Messer nur 1-2 Millimeter in den Boden einschneiden. Und kaufen muss man das Gerät für zweimal Rasenlüften im Jahr eigentlich auch nicht. Viele Baumärkte verleihen Werkzeuge gegen Miete. (dpa/sc)

Kommentare
Am besten gefällt mir an diesem Bericht die Bemerkung unter dem Bild.
Eine Frau benutzt einen Elektronischen Vertikutierer,(gestellte Szene).
Der Vertikutierer ist höchstens elektrisch. Oder auf was bezieht sich die gestellte Szene? Frau, Vertikutierer, elektronik.....
Hallo Herr Rutté,
preisverdächtig war die Bildunterschrift wirklich nicht. Ich habe jetzt etwas Einfaches daraus gemacht. Zur Erklärung: Bei solchen Serviceartikeln stellt die Agentur dpa auch gestellte Bilder zur Verfügung, um die Themen zu illustrieren. Wichtig ist dabei die Quelle der Fotos, die unbedingt vollständig angegeben werden muss. Wir haben die genaue Quelle und den Bildtextvorschlag mit übernommen.
Ich habe es geändert.
Schönes Wochenende,
Christian Schmitz, GrenzEcho-Chefredakteur
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