Jüdisches Friedensgebet

Möge es vor dir wohlgefällig sein,

Ewiger, unser Gott

und Gott unserer Vorfahren,

dass du die Welt von Krieg

und Blutvergießen befreist

und stattdessen einen großen

und wunderbaren Frieden

in der Welt verbreitest,

dass keine Nation mehr

das Schwert gegen eine andere

Nation erhebt und

keine Nation mehr den Krieg lernt.

Mögen alle Bewohner der Erde

nur die volle Wahrheit

anerkennen und um sie wissen,

dass wir in diese Welt nicht

um des Haders und der Zwietracht

willen gekommen sind -

wovor Gott bewahre -

und nicht um des Hasses,

der Eifersucht, der Aufreizung

und des Blutvergießens willen,

was Gott verbiete.

Vielmehr sind wir in

die Welt gekommen,

um dich anzuerkennen

und dich zu kennen.

Mögest du gepriesen sein für immer

Kommentare

  • Diese Gebete scheinen offensichtlich, wenn man das kriegerische Treiben und Blutvergießen auf unserem Planeten in den letzten 2000 Jahren betrachtet, nicht viel geholfen zu haben. Oder wann hat welcher Gott auch immer Krieg und Blutvergießen verhindert?

    Und wenn Gott das Blutvergießen „verbietet“, was ist mit den in der Bibel berichteten mehr als hundertmal von Gott befohlenen Morden und Völkermorden? Was mit den 600 weiteren Morden und Massenmorden und den rund 1000 Zorn- u. Strafaktionen eines blindwütigen Gottes?

    „Entweder will Gott das Übel beseitigen und kann es nicht, oder er kann es und will es nicht, oder er kann es nicht und will es nicht, oder er kann es und will es. Wenn er nun will und nicht kann, ist er schwach, was auf Gott nicht zutrifft. Wenn er kann und nicht will, ist er missgünstig, was ebenfalls Gott fremd ist. Wenn er nicht will und nicht kann, dann ist er sowohl missgünstig wie schwach und dann auch nicht Gott. Wenn er aber will und kann, was allein sich für Gott ziemt, woher kommen dann die Übel, und warum nimmt er sie nicht weg?“
    (Epikur, gr. Philosoph, 341-ca. 270)

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