Am Sonntag wird es wärmer und trockener

<p>Die Sonne scheint zwischen Wolken hindurch.</p>
Die Sonne scheint zwischen Wolken hindurch. | Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Die Höchsttemperaturen schwanken zwischen 15 und 20 Grad bei überwiegend mäßigem Wind, berichtet das Königliche Meteorologische Institut (KMI) in Uccle (Brüssel). Am Samstagabend sind noch einige letzte und vereinzelte Schauer möglich, aber allmählich klart es dann auf, berichtet der Wetterdienst weiter. Am Sonntag bleibt es dann aber trocken, und der Tag beginnt an vielen Orten sonnig, jedoch gibt es vor allem in den Ardennen zunächst örtlich Nebelbildungen oder Bewölkung. Tagsüber entwickelt sich an mehr Stellen Bewölkung, an der belgischen Küste bleibt es dagegen sonnig. Die Höchsttemperaturen schwanken von 19 Grad im Hohen Venn bis 23 bis 24 Grad im Zentrum des Landes, teilt der Wetterdienst zu den Aussichten mit. Am Montag ist es zunächst überall sonnig, obwohl morgens einige Nebelbänke auftreten können. Tagsüber entwickeln sich Quellwolken im Landesinneren. Die Höchsttemperaturen variieren von 20 Grad im Hohen Venn bis 25 Grad im Landesinneren. Der Wind ist schwach, an der Küste am Nachmittag mäßig.

In anderen Ländern Europas macht derweil Extremwetter den Menschen zu schaffen. Der Schweizer Touristenort Zermatt am Matterhorn war am Freitag wegen Unwettern von der Außenwelt abgeschnitten. Die Matterhorn-Gotthard-Bahn stellte ihren Betrieb auf der Strecke Visp-Zermatt ein, wie sie mitteilte. Es gab einen Busersatz von Visp nach Täsch, aber die Straße von Täsch nach Zermatt war gesperrt. Deshalb sei der Ort weder per Bahn noch per Straße erreichbar, teilte das Bahnunternehmen mit. In Zermatt selbst kam es durch die schweren Unwetter zu Erdrutschen und Überschwemmungen. Die Gemeinde schloss die Schulen. In Täsch, wo Autofahrer parken müssen, die in das autofreie Zermatt wollen, wurde ein Campingplatz vorsorglich geräumt.

<p>Ein Thermometer zeigt vor der Kulisse der romanischen Kathedrale St. Anastasia in Zadar die Temperatur von 39 Grad Celsius an.</p>
Ein Thermometer zeigt vor der Kulisse der romanischen Kathedrale St. Anastasia in Zadar die Temperatur von 39 Grad Celsius an. | Foto: Dino Stanin/XinHua/dpa

Bewohner und Urlauber an der kroatischen Adriaküste wurden am Freitag mitten in einer Hitzewelle von einem weitflächigen Stromausfall überrascht. Die Elektrizität fiel an der dalmatinischen Küste und in ihrem Hinterland gegen 12.20 Uhr aus, wie das kroatische Fernsehen HRT berichtete. Betroffen waren Urlauberhochburgen wie Dubrovnik, Split und Zadar. Ursache sollen Störungen infolge von Überlastungen bei den Netzbetreibern in den Nachbarländern gewesen sein, die gleichfalls mit weitflächigen Stromausfällen zu kämpfen hatten. In Kroatien kehrte HRT zufolge die Stromversorgung nach etwas mehr als einer Stunde nach und nach wieder zurück. In Split wurden am Freitag Temperaturen von bis zu 37 Gr.ad gemessen.

Menschen feiern kürzeste Nacht des Jahres

Mit Blumenkränzen, Feuerzeremonien und Sonnenanbetungen ist derweil die kürzeste Nacht des Jahres vielerorts zelebriert worden. Je weiter im Norden, desto stärker ist das zu merken, denn dort wurde es teils überhaupt nicht dunkel in der Nacht. Für einige Stunden scheint es wie eine schier endlose Dämmerung. Bei der Sommersonnenwende liegt der größte zeitliche Abstand des Jahres zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Viele Länder nutzen dies, um zu feiern.

<p>Menschen beobachten den Sonnenaufgang während der Sommersonnenwende in Stonehenge.</p>
Menschen beobachten den Sonnenaufgang während der Sommersonnenwende in Stonehenge. | Foto: Andrew Matthews/PA Wire/dpa

In Stonehenge versammelten sich Tausende, als die Sonne um 4.52 Uhr (Ortszeit, 5.52 Uhr MESZ) aufging. Erst wenige Tage zuvor war die Welterbestätte von Aktivisten der Organisation Just Stop Oil mit orangefarbenem Pulver besprüht worden, den Angaben zufolge handelte es sich um abwaschbare Farbe aus Maisstärke. Bleibende Schäden gibt es vermutlich nicht. Mit Trommeln, Jubel und Gesang wurde die Sonnenwende erwartet.

<p>Ein Mädchen, das einen Blumenkranz trägt, feiert die Sommersonnenwende während der „Kupala-Nacht“ am Krakus-Hügel.</p>
Ein Mädchen, das einen Blumenkranz trägt, feiert die Sommersonnenwende während der „Kupala-Nacht“ am Krakus-Hügel. | Foto: Beata Zawrzel/ZUMA Press Wire/dpa

Auch in Polen feiern die Menschen die Sommersonnenwende. Die „Noc Kupaly“ (Kupala-Nacht) ist ein altslawisches Fest aus heidnischer Zeit, das auf die kürzeste Nacht des Jahres fällt. Mädchen und junge Frauen sammeln Kräuter und flechten Blumenkränze, die sie im Dunkeln ins Wasser gleiten lassen - in der Hoffnung, dass ein junger Mann sie herausfischt

Die Zeit rund um die Sommersonnenwende ist besonders auch in Skandinavien eine festliche Phase. In Schweden wird der sogenannte Mittsommer ausgiebig zelebriert - und das schon seit etwa 2.000 Jahren. Aktuell wird das Fest immer am Wochenende zwischen dem 20. und 26. Juni gefeiert. 2024 finden die „Midsommar“ daher am 22. Juni statt. In Dänemark feiern die Menschen den Abend von „Sankt Hans“. Das wichtigste Accessoire an Mittsommer ist besonders bei den Skandinaviern: der Blumenkranz. Dieser wird meist aus frischen Blumen zusammengestellt und auf dem Kopf getragen. Gemeinsam wird daraufhin um den Maibaum getanzt und ausgiebig gefeiert. Der Zeitpunkt der Sommersonnenwende variiert jedes Jahr etwas, da die Erdumlaufbahn und die Länge des Jahres nicht ganz übereinstimmen. Meist fällt die Sommersonnenwende auf den 21. Juni, kann aber auch am 20. oder 22. Juni stattfinden. (belga/dpa/sc)

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