Ensemble Cantabile verabschiedet seinen langjährigen Dirigenten Gerhard Sporken

<p>Der alte Dirigent und die neue Dirigentin: Gerhard Sporken und Mirja Betzer.</p>
Der alte Dirigent und die neue Dirigentin: Gerhard Sporken und Mirja Betzer. | Foto: privat

Der Grundstein dieser langen gemeinsamen Zeit wurden im damaligen Café „Kirfel“ gelegt, wo acht seiner ehemaligen Musikschulabsolventen auf die Idee kamen, auch weiterhin gemeinsam zu singen. Und wie es der Zufall so wollte, stieß ihr ehemaliger Lehrer Gerhard Sporken dazu, der überzeugt werden konnte, das Dirigat zu übernehmen. Über 29 Jahre führte der Chorleiter die Sängerinnen und Sänger zu großen Leistungen. Schon bei der ersten Einstufung der DG gelang es dem Ensemble, sich in der Exzellenzstufe einzugliedern und hielt seitdem erfolgreich dieses Niveau.

Das Konzert am Samstagabend startete mit dem Ensemble unter der Leitung von Gerhard Sporken. Das Programm führte durch die lange Geschichte des Chors. Vom „Cantate Domino“ von Giovanni Croce, einem der ersten Werke, die das Ensemble einstudiert hat, über Werke von Schütz, Kvero, Distler und bis hin zum letzten gemeinsam erarbeiteten Stück „Unicornis captivatur“ von Ola Gjeilo, konnte Cantabile das Publikum überzeugen.

Der Abend wurde durch den „Überraschungsgast“ Hans Reul moderiert. Mit zahlreichen Anekdoten gespickt und mit seinem großen musikalischen Fachwissen führte er souverän durch den Abend.

Als Gastensemble begeisterte La Quintessenza die Zuhörer. Mit Werken von Poulenc, Rota und Ralph Vaughan Williams konnten die Bläser überzeugen. Auch die fünf Bläser haben eine persönliche Verbindung zu Gerhard Sporken: Alle haben unter seiner Leitung in der Harmonie Hergenrath gespielt und schätzten ihn als Dirigenten. Sie überzeugten mit Qualität und brachten ihre Freude am auch zu Gehör.

Dann übernahm die junge Dirigentin Mirja Betzer, die im Jahre der Gründung von Cantabile geboren wurde, den imaginären Dirigentenstab. Schon von Kindesbeinen an musizierte sie, und mit 17 Jahren übernahm sie zum ersten Mal die Leitung eines Chores in ihrer Heimat Bad Kissingen. Neben ihrem Werdegang als Chorleiterin erfuhr sie auch eine breitgefächerte instrumentale Ausbildung. Zurzeit studiert Mirja im Fach Chorleitung an der Hochschule in Köln und tritt nun die musikalische Leitung von Cantabile an. Ihre Premiere meisterte sie souverän. Ihre Freude an der Musik konnte sie überzeugend an die Sängerinnen und Sänger weitergeben. Ein vielfältiges Programm von Finzi über Parry und Dowland wurde dem dankbaren Publikum präsentiert.

Zum Abschluss des Abends präsentierten die beiden Ensembles gemeinsam das Agnus dei aus der Missa Jubilate Deo, komponiert im Jahr 2007 von Gerhard Sporken, der nicht nur als Musikprofessor am Konservatorium, Dirigent und Lehrer an der Musikakademie gearbeitet hat, sondern auch als Komponist.

Emotional und dankbar nahm der Chor Abschied und präsentierte als Zugabe und Überraschung für den scheidenden Dirigenten das Abendlied von Rheinberger unterstützt von mehreren ehemaligen „Cantabilisten“, die sich für dieses letzte Stück in den Chor eingliederten.

Das Publikum verabschiedete Gerhard Sporken mit Standing Ovations. (red/mcfly)

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