CSP fordert Klarheit zur Erfassung und Vergütung von Überstunden nach ZKB-Reform

<p>Steffi Pauels (CSP) befragt Ministerin Lydia Klinkenberg (ProDG) zur Arbeitszeitenregelung in der Kinderbetreuung.</p>
Steffi Pauels (CSP) befragt Ministerin Lydia Klinkenberg (ProDG) zur Arbeitszeitenregelung in der Kinderbetreuung. | Illustrationsbild: picture alliance

Seit dem 1. Januar 2024 ist das neu geschaffene ZKB für die Organisation der Kinderbetreuung verantwortlich. Diese umfassende Reform habe viele Verbesserungen für das Betreuungspersonal gebracht, jedoch bestünden weiterhin offene Fragen und Kritikpunkte, die geklärt werden müssten, heißt es in einer Mitteilung der CSP-Politikerin.

„Die Kinderbetreuung ist von essenzieller Bedeutung für eine solidarische, familienfreundliche und moderne Gesellschaft. Es ist daher unerlässlich, dass die Arbeitsbedingungen für das Betreuungspersonal fair und transparent sind“, wird Steffi Pauels in dem Schreiben zitiert. Weiter heißt es, das neue Statut sehe für das Betreuungspersonal in Heimarbeit eine wöchentliche Arbeitszeit von 38 Stunden vor, davon 36 Stunden für die direkte Betreuungsarbeit und lediglich 2 Stunden für organisatorische Aufgaben wie Aufräumen, Einkaufen, Elterngespräche und administrative Tätigkeiten. Diese Aufteilung werde von vielen als unzureichend angesehen, um alle anfallenden Aufgaben angemessen zu bewältigen. In ihrer schriftlichen Frage an Ministerin Klinkenberg fordert Steffi Pauels detaillierte Auskünfte unter anderem zur Begründung und zugrunde liegenden Parameter für die Aufteilung der 38 Wochenstunden, eine genaue Auflistung der Aufgaben, die innerhalb der zwei Stunden pro Woche erledigt werden sollen, nach Erkenntnissen zur Sammlung von Überstunden und deren Handhabung sowie nach der Bewertung der aktuellen Regelungen und des Umgangs mit Überstunden durch das ZKB und der Regierung.

„Es muss möglich sein, die tatsächlich geleisteten Überstunden zu erfassen und entsprechend zu vergüten. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Arbeit des Betreuungspersonals angemessen anerkannt und wertgeschätzt wird“, so Steffi Pauels, die abschließend betont, dass die Arbeitsbedingungen für das Betreuungspersonal verbessert werden müssten und die Regierung auffordert, die Anliegen und Rückmeldungen der Betroffenen ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln. (red/kupo)

Kommentare

  • Und wo bleibt dir Wertschätzung der elterlichen Betreuung, die rund um die Uhr an 7 Tagen die Woche im Einsatz bzw. in Bereitschaft sind?

  • Herr Schmitz, die Wertschätzung der Eltern sollte die liebe ihrer Kinder sein und kein finanzieller Anreiz ! Das würde nur noch mehr Kinder in die Welt setzen um die eigene Kasse aufzubessern bedeuten !!!

  • Ja Herr Schmitz dann machen sie doch diesen Job, so sind viele Menschen geholfen, Porsche wird sich freuen und wenn dann die Masern mal ausbrechen sollten sind sie vor Ort und können direkt anfangen mit ihren Tänze im Schulhof den Virus zu vertreiben.........ja sogar das Parlament hätte seine Ruhe vor ihnen also dann, viel Glück

  • Sehr geehrte Frau Nancy Schmitz,

    Wenn Sie der Meinung sind, dass es neben der rein ideellen Wertschätzung der elterlichen Kindererziehung keiner monetären Wertschätzung bedarf, erinnere ich Sie an die wirtschaftliche Funktionsweise einer Gesellschaft, die vereinfacht beschrieben, sich mit "Geben und Nehmen" zusammenfassen lässt. Jeder leistet seinen Beitrag und erhält dafür im Gegenzug das, was er fürs Leben benötigt. Nun ist es aber so, dass der Mensch erst mal großgezogen werden muss, bevor er sich an diesem "Tauschhandel" beteiligen kann. Und dieses Großziehen der Kleinen macht sich ja nicht von allein, sondern bedarf sehr vieler "Arbeitsstunden". Die elterliche Erziehung stellt unzweifelhaft einen erheblichen und unabdingbaren Beitrag zum Funktionieren der Gesellschaft dar. Sie ist einer der bedeutendsten Bausteine in der Befähigung, sprich Ausbildung des jungen Menschen, damit er seinen Beitrag zum Funktionieren der Gesellschaft überhaupt leisten kann. Insofern ist es völlig gerechtfertigt, dass die Gesellschaft diesen, ihr zugute kommenden Beitrag der Eltern auch monetär vergütet.

    Sollte die Gesellschaft das nicht tun wollen, so wäre es nur fair, wenn der Generationen übergreifende Anteil des oben beschriebenen "Tauschhandels" sich auf die Familie beschränken würde, sprich die Eltern investieren Zeit und Arbeit ("geben") in die Aufzucht ihrer eigenen Kinder, und diese versorgen dann im Gegenzug ausschließlich ihre alt gewordenen Eltern ("nehmen"), und zahlen keinen Cent mehr in die Rentenkasse.

  • Werter Herr Schmitz,

    Da Sie sich in Ihrem Wahlkampf stark für die Wertschätzung Kinderbetreuung in der DG einsetzen; wie wäre es wenn Sie in Ihren Stellungnahmen künftig von Erziehung statt von "Aufzucht" sprechen. Unsere Kinder sind schließlich keine Kälber und die Betreuung findet nicht in Stallungen statt.

  • Sehr geehrter Herr Kremer,

    Der Begriff "Aufzucht" ist in der Tat etwas unglücklich, obwohl laut Wikipedia der Begriff "Kinderaufzucht" mit "Pflege und Ernährung des eigenen Kindes/der eigenen Kinder" definiert wird.

  • Es gibt Zeitgenossen, die machen zwischen Aufzucht und Erziehung halt keinen Unterschied. Hauptsache, es rechnet sich…
    Wenn jemand das gesellschaftliche Zusammenleben auf “Geben und Nehmen” reduziert, sollte er sich fragen, ob dies auch in Pandemiezeiten gilt, oder ob hier die uneingeschränkte individuelle Freiheit dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und der Pandemiebekämpfung übergeordnet werden soll, wie Herr Schmitz dies vorexerziert hat.
    Oder war es Ihr “Geben-Beitrag”, Herr Schmitz, in 1000 Kommentaren gegen alle Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie zu polemisieren, ohne Rücksicht auf nichts und niemanden?
    Wenn ja bliebe da noch ein erheblicher Fehlbetrag, um Ihre Geben-Nehmen-Konto ausgeglichen zu gestalten.

  • Ich verstehe nicht ganz wieso den Staat, also auch den steuerzahlenden Rentner für das "Kinderkriegen" fremde Personen herhalten muss???

Kommentar verfassen

8 Comments