Weywertzer Feuerwerk der guten Laune mit erfrischendem Humor

Kappensitzung

Ein vierstündiges Programm aus Tanz, Reden und Filmbeiträgen bot die KG "Steeklöpper". Foto: Lothar Klinges

Wenn die Weywertzer Nationalhymne „Su lang de Lonneboom noch steht“ erklingt, stehen die Wievertzer Jecken parat, umso mehr als dieses Lied in verschiedenen Versionen gesungen wird, so in einer Helene Fischer, Heino und Zillertaler-Fassung. Seit 26 Jahren lädt die KG „Steeklöpper“ alle von der Karnevalitis Befallenen zur Sitzung in den Narrentempel der „Kaserne“ ein.

Mit einem temporeichen Gardetanz der flotten Steeklöpper mit perfekt synchronen Schritten und Figuren präsentierten acht farbenprächtige flinke Damen des TV Weywertz unter der Leitung von Ingrid Willems-Zeimers eine akrobatische Meisterleistung.

Ein Garant für Humor, puren Blödsinn und unnützes Wissen ist Büttenredner Franz Josef Heck. Dieses Jahr war der gelernte Maurer als frischgebackener Rentner zu Besuch bei Onkel Erwin und Tante Resi. Als „Eifeljeck“ tourt der  gebürtige 57-jährige Medeller Franz-Josef Heck aus Amel von Sitzung zu Sitzung und besuchte am Samstagabend auch die Steeklöpper-Kappensitzung.

Groß war die Freude im Saal, als Sitzungsleiter Tünn (Toni Brusselmans) prinzlichen Besuch ankündigte. Das dritte Prinzenpaar der KKG Rot-Weiß Bütgenbach, Jochen I. und Sidonia I., mitsamt Gefolge, darunter Adjutant Uli Peters, machten der Weywertzer Kappensitzung ihre Aufwartung.

Ungeahnte Einblicke, gepaart mit einer Portion Satire und bestem Humor, lieferten in einem Sketch mit so manchen Witzen die „Drei vom Bauhof“, Ne jonge Jong“ (Ronny Fickers), Oliver Lentz, Maxime Reuter. Hinzu kam noch Gregory Peters, der verwundert fragte, warum der eine ein Loch gräbt und der andere es wieder zuwirft, während der fehlende dritte beim Brötchen holen war, anstatt den Baum zu pflanzen.

Ein Feuerwerk der guten Laune aus der Wunderwelt der Geräusche und der Apps versprühten mit erfrischend jugendlichem Humor Kiki (Chiara Reinertz) und Coco (Coralie Hanf). Sie hatten bereits in den letzten Jahren mit ihren Auftritten aufhorchen lassen.

Es folgte bei einem reizenden Alt-Männerballett ein weiteres tänzerisches Highlight der sieben Männer als Schiffsmatrosen unter der Leitung der „Steequakerin“ Inge Heinen-Schommer.

Zu vorgerückter Stunde reihte „Den Dröjen“ (Manuel Jodocy aus Lommersweiler) mit seinem staubtrockenen Humor bei den Narren einen Lacher an den nächsten. Seine Büttenrede, die er mit seinen fünf Lieblingswitzen abschloss, kam sehr gut an.

Nun hüpften Kathrin Kohnenmergen und Alicia Mackels mit dem von Celia Rauw einstudierten flotten Funkentanz als Tanzmariechen wie Flöhe über die Bühne.

Mit einem temporeichen Schlagabtausch mit viel Wortwitz nahm der 66-jährige Vollblutkarnevalist und routiniertes Urgestein der närrischen Arena Tünn (Brüsselmans), der seit 25 Jahren auf der Bühne steht, sich selbst sowie seine Ehefrau humorvoll auf die Schippe. Die Fastelovendsjecken bogen sich vor Lachen, und kein Auge blieb trocken. Da war fast jeder Satz ein Witz und jedes Wort ein Kracher.

Mit einer hervorragenden Darbietung als Nachrichtensprecher  bei „Twinfos“ über Nachrichten, welche die Steeklöpper in 2017 bewegten, ernteten die Zwillinge Yannick und Marius Dederichs wie im vergangenen Jahr lang anhaltende Ovationen.

Fast zu klein war die Bühne, als mit einem schwungvollen Jungmännerballett unter der Leitung von Clarissa Willems, Michele Lejoly und Sandra Mreyen eine achtköpfige Bauarbeitergruppe eine choreografische Augenweide bot.

Beim großen Finale versammelten sich noch einmal alle Akteure auf der Bühne und feierten den krönenden Abschluss einer temporeichen Kappensitzung. (kling)

Kappensitzung am Karnevalssamstag in Weywertz

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