Polizisten unter falschen Namen ins Kasino

Ermittlungen

Illustrationsbild | Foto: belga

Die föderale Glücksspielkommission  hat Ermittlungen gegen Dutzende Beamten der Antwerpener Polizei eröffnet. Einer Meldung  von „Het Nieuwsblad“ (Samstagausgabe) zufolge sollen Polizisten in Kasinos und sogar während ihrer Dienstzeit auf Glücksspielwebseiten „gezockt“ haben.

Da Polizisten Glückspiel untersagt ist, hatten sich die Beamten Identitäten von einfachen Bürgern „geliehen“. Polizisten stehen in Belgien, genau wie z.B. Notare oder Gerichtsvollzieher, auf einer sogenannten „schwarzen Liste“ von Personen, die wegen ihres beruflichen Verpflichtungen weder Glücksspiel betreiben noch Kasinos betreten dürfen. Um dieses Verbot zu umgehen, nutzten die Beamten die als vertraulich zu behandelnde Identität von einfachen Bürgern, auf die sie über ihren Arbeitsplatz Zugriff hatten.

Die Ermittlungen der Glücksspielkommission wurden durch eine entsprechende Anfrage des Chefs der Polizeizone Antwerpen ausgelöst. Ans Licht gekommen war die Affäre durch die Untersuchung der Kontoauszüge eines suspendierten Polizisten.

Inzwischen liegt der Vorgang auch bei der Staatsanwaltschaft. Wie viele Polizisten aus Antwerpen in diese Sache tatsächlich verwickelt sind, ist noch unklar. Es kann z.B. sein, dass Gruppen von Polizisten über ein Account mit unberechtigt genutzter Identität im Internet spielten. (belga/vrt)

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