Im Gemeindepark in Kelmis wurde Cricket für den guten Zweck gespielt

Benefizaktion

Am Samstagnachmittag konnte man im Kelmiser Gemeindepark eine in unserer Gegend eher seltene Sportart bestaunen: Cricket. Viele Schaulustige kamen, um sich das Spiel zweier niederländischer Vereine vor Ort anzusehen, das der Kiwanis Club Kelmis-Göhltal organisiert hatte.

„Das hier ist doch wirklich mitten in der City“, stellte Hans van Beuerten, Präsident des Fellowship of fairly odd places Cricket Club (FFOPCC) fest. Dieser Club spielt nur einmal im Jahr zusammen – immer an einem geschichtsträchtigen Ort. Die Mitglieder waren schon auf Madeira, im Vatikan und auch in Schottland, 2019 werden sie in Gibraltar spielen. Vor einigen Jahren sind sie auf Neutral-Moresnet und die Geschichte rund um das Zinkvorkommen gestoßen. 2018 nun setzten sie ihr Vorhaben, dort zu spielen, um. Sie nahmen Kontakt mit der Gemeinde auf und konnten eine Zusammenarbeit mit dem Kiwanis Club auf die Beine stellen. Einen belgischen Gegner fanden sie nicht, so dass die Harlemer (Nähe Amsterdam) für das gut vierstündige Spiel ihre Landsmänner vom Zamigo („Samstagswettbeweber“) mitgebracht hatten. Manfred Klein, Präsident des Kiwanis Club Kelmis-Göhltal, freute sich, dass viele Interessierte gekommen waren: „Wir alle lernen mit jeder Frage, die jemand stellt, die Regeln des zweitgrößten Sports der Welt und Neues zum Cricket.“ Rund um das Cricket konnten zur Hochzeit des Commonwealth diplomatische Konflikte sportlich und im Gespräch beigelegt und gelöst werden. In dieser Tradition sieht sich der FFOPCC, auch wenn am Samstag kein Kampf zwischen Staaten ausgefochten werden konnte und zum guten regionalen Zweck gespielt wurde, betonte Hans van Beuerten in Bezug auf Neutral-Moresnet: „Wir sind zum ersten Mal in einem Land, das nicht mehr existiert.“ (gris)

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