Ein Sportsmann mit sozialer Ader: Goldene Feder für Josef Thaeter

Auszeichnung

Wird nicht nur in Sportlerkreisen für sein vielfältiges Engagement geschätzt: der Eupener Josef Thaeter. | Foto: GrenzEcho

Josef Thaeter wird am 30.März 2019 zum neuen Ordensträger der Eupener Exprinzen-Vereinigung gekürt. Damit tritt er die Nachfolge von Annie Michaelis an und ist der 32. Träger der Goldenen Feder.

Der heute 59-jährige Sportlehrer trat erst kürzlich in den Ruhestand. Mit ihm ehren die Exprinzen der Stadt Eupen-Kettenis einen verdienstvollen Pädagogen und engagierten Sportsmann. Er hatte einen entscheidenden Einfluss auf das Sport- und Schulsportgeschehen in und außerhalb Eupens. „Josef Thaeter war und ist auch heute noch bei allen Akteuren sehr geschätzt und löste Konflikte mit seiner menschlichen Diplomatie“, heißt es in einer Mitteilung.

Den ostbelgischen Turnverband hat Josef Thaeter während 27 Jahren ehrenamtlich als Technischer Leiter betreut.

Der neue Ordensträger sei bekannt für seine enorme Willenskraft und -stärke. Zahlreiche Initiativen und Projekte hat er mitunter auch dank seiner Hartnäckigkeit erfolgreich umsetzen können. Er war zu jeder Zeit von seiner Idee überzeugt und konnte diese dann mit minutiöser Planung und seinem Organisationstalent verwirklichen. So gründete er die Pater-Damian Tennisschule mit, gilt als Ideengeber des ‚Tag des Sportes‘ in den Schulen, leitete über viele Jahre das Eupener Sport- und Ferienlager und suchte stets den Kontakt zu den hiesigen Sportvereinen.

Den ostbelgischen Turnverband hat Josef Thaeter während 27 Jahren ehrenamtlich als Technischer Leiter betreut. Turnwettkämpfe und Turnfeste tragen heute noch seine unverkennbare Handschrift. Die jungen Mitglieder des Königlichen Tennisclub Eupen hielt er über Jahre hinweg konditionell fit. Mitunter betreute er dort bis zu zehn Gruppen an einem Tag.

„Den Ordensträger zeichnet aber auch sein enormer Zeit- und Energieaufwand aus, seine Investitionen in die tägliche Schulsportarbeit: Unterricht, Schulmeisterschaften, Sportanimationen und Versammlungen legten die Basis für die kindliche Leibeserziehung in den städtischen Eupener Primarschulen“, so die Begründung der Exprinzen.

Er arbeitete ebenfalls an der Krankenpflegeschule. Durch seinen Unterricht förderte er stets die Entwicklung sozialer Kompetenzen und leistete somit einen wertvollen Beitrag in der Erziehung seiner Sprösslinge. Nicht wenige Sportstudenten aus der Gegend holten sich bei ihm kostenlos Rat, Hilfe und Begleitung.

Josef Thaeter, Jahrgang 1957, verbrachte seine Kind- und Jugendzeit in Lontzen. Früh schnürte er seinen Fußballschuhe im ortseigenen Fußballverein. In der Technischen Schule Unterstadt besuchte er die Schreinerabteilung, ehe er den Entschluss fasste, sich sportlich zu orientieren. Nach seinem Abitur in Verviers absolvierte er ein Sportstudium in Lüttich. Dieses finanzierte er sich zuerst durch eine Kaninchenzucht im elterlichen Anwesen, später dann mit Sportkursen und durch diverse Trainerjobs.

Exprinzen wollen das Ehrenamt in den Vordergrund rücken.

Alle diese Fähigkeiten hat das Ordensgremium als Grundlage für seine Bezeichnung zum neuen Ordensträger der Goldenen Feder 2019 veranlasst. Aber auch den behinderten Menschen schenkt Josef Thaeter bis heute noch seine ungeteilte Aufmerksamkeit und uneingeschränkte Fürsorge. Die Verleihung des Ordens der Goldenen Feder findet am 30. März 2019 im Rahmen des Festes Rot-Gelb statt. Eine Woche zuvor erhält der Ausgezeichnete die Ehrenmütze der Exprinzen der Stadt Eupen-Kettenis während eines Empfangs im Eupener Rathaus. Mit der Auszeichnung für Josef Thaeter ehren die Exprinzen der Stadt Eupen-Kettenis einen sympathischen, einfachen und engagierten Pädagogen und Sportler. Dabei rückt das Ordensgremium insbesondere auch das Ehrenamt in den Vordergrund. (red)

  1. Absolut verdient! In der heutigen Gesellschaft vergisst der Mensch das Wichtigste – die Menschlichkeit. Du hast diese nie vergessen.

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