Bei den neuen Wetzlarbad-Preisen heißt es: Eupen first

Kommentar

Blick in das neue Eupener Freizeitbad, wo die Arbeiten derzeit auf Hochtouren laufen. | Foto: David Hagemann

Der Preis ist heiß – das gilt nicht zuletzt für die Tarife des neuen Wetzlarbades. Seit Monaten wird spekuliert, wie viel der Besuch des Bades künftig kosten wird. Und jetzt, da das Geheimnis gelüftet wurde, überrascht nicht die Höhe der Preise, sondern ihre Gestaltung. Ein Kommentar.

Von Martin Klever

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  1. Man stelle sich vor, Parkgebühren in Verviers, Lüttich oder Aachen würden nach Herkunft des Fahrzeughalters gestaffelt… Wo wird das dann enden ?

  2. Laut BRF-Berichterstattung muss derjenige, der von der Preisermäßigung profitieren möchte, an der Kasse seinen Personalausweis vorlegen.
    Es gibt solche Regelungen mit ermäßigten Eintrittspreisen übrigens auch in anderen Städten. Hätte man nicht besser daran getan, die umliegenden Gemeinden, deren Einwohner das Bad sicher mit nutzen werden, „einzuladen“, sich an der Finanzierung des Bades zu beteiligen? Oder ist dies geschehen?

  3. Genauso wie in Deutschland, wo die Maut ja nur für Ausländer(innen) gelten soll. Da war doch die Rede von Diskriminierung, oder? Ich finde, da müssen die Stadtväter und Mütter aber nochmal kräftig drüber nachdenken.
    Das der Betreiber die Eintrittspreise ohne Zustimmung des Stadtrates anheben kann, ist einfach unglaublich. Wer bezahlt denn das Schwimmbad?
    Wird ja toll aussehen, wenn an der Kasse zwei Preislisten hängen. Erhalten die Eupener(innen) dann eine Zugangskarte, eventuell mit Foto, damit man sie nicht weiterreichen kann?

  4. Soso, demnächst wird man also ohne Ausweis vorzeigen nicht in das neue Wetzlarbad eingelassen werden. Und genau da liegt doch der Knackpunkt, wer von denen, die da an der Kasse sitzen, haben denn die Berechtigung nach deinem Ausweis zu fragen, ich rede noch nicht mal von Datenschutz, aber diese Berechtigung haben doch eigentlich nur Bedienstete der Polizei und ein paar mehr, aber bestimmt nicht der Kassenwart vom Wetzlarbad, oder sehe ich das falsch !. Dann bitte ich um Aufklärung für die ganz Öffentlichkeit.

    1. Werter Herr Haag,
      Nur die Eupener, die von dem Preisnachlass profitieren wollen, müssen nachweisen, dass sie in Eupen wohnen. Prinzipiell muss keiner sich an der Kasse ausweisen.

  5. … dann bleiben eben die auswärtigen zu Hause oder fahren irgendwo anders hin…

    .. und dann schauen wir mal weiter….

  6. Das kann man auch anders sehen: Nicht-Eupener zahlen normal und Eupener bekommen einen Nachlass auf die Preise da auch nur Eupen das Wetzlarbad finanziert hat

    1. Zu ihrer Information Herr Dr. Enders: den größten Teil der Kosten für die Schwimmbad-Infrastruktur hat die Deutschsprachige Gemeinschaft bezuschusst, nämlich 60 %. Man sollte schon bei den Fakten bleiben.
      Grundsätzlich ist an einem Nachlass für die Einwohner Eupens aber nichts einzuwenden, da dies auch andernorts so praktiziert wird.
      So haben z.B. die Einwohner der Großgemeinde Raeren freien Eintritt zum Töpfereimuseum (so ist es Herr Gielen). Auswärtige Besucher bezahlen 3 €.
      Eleganter wäre es gewesen, einheitliche Eintrittspreise zu verlangen und die umliegenden Gemeinden einzuladen, sich an dem Defizit von 620.000 € / Jahr zu beteiligen. Ob einer solchen Einladung aber viele folgen würden ist fraglich.

  7. Das politische Mittragen eines solchen Entschlusses zeigt mir nur die Unfähigkeit zu charaktervollem Denken. Die Gemeinden sollten ein Gerichtsverfahren gegen die Betreibergesellschaft prüfen, denn die eingeflossenen Steuergelder der Vergangenheit sind mindestens jene der Gesamt-DG.Wie krank sind solche Gehirne !

  8. Die Stadt Eupen erhält deutlich mehr Gelder aus dem „Gemeindefonds“, wie die umliegenden Gemeinden, weil sie eine Art „Hauptstadtfunktion“ in der DG ausübt. Zusätzlich bezahlt die DG den Hauptteil der Kosten, somit ist eine Benachteiligung der Auswärtigen nicht gerechtfertigt. Für Touristen ist es sowieso ein Schlag ins Gesicht.

  9. Ich finde es einfach beschämend und diskriminierend, wenn unterschiedliche Preise je nach Herkunftsort verlangt werden. Meiner Meinung nach geht der Schuss nach hinten los.
    Ich weiß , dass andernorts manchmal ähnlich verfahren wird. Das sollte aber kein Freibrief für
    dieses Prozedere sein. Touristenfreundlichkeit sieht anders aus.
    Davon mal abgesehen : die anvisierten Besucherzahlen sind unrealistisch und erinnern mich
    an die (enttäuschten) Erwartungen des Eupen Plaza….

  10. An den lieben Gemeinderat der Stadt Eupen:als ehemaliges „Eupener Mädchen“ ,dass seine Jugend im Wetzlerbad verbracht hat danke ich Euch: ab jetzt bin ich bestraft nach Eynatten gezogen zu sein.Nach dem neuen System darf ich ja jetzt ,wenn ich wie früher regelmässig meine Bahnen ziehen möchte immer eine 10 er Karte kaufen.Nach meinen Berechnungen sind das mindestens 4 bis 5 Karten an 49 euro , macht mindestens 200 euro für mich alleine ohne das ich mit meinen Kinder oder Mann gehe. Die “ Eupener dagegen zahlen nur 49 euro für den Sommerspass.Unter diesen Umständen sehe ich mich gezwungen wie in den letzten Jahren in den Hangeweiher zu gehen.Da bin ich als “ Ausländer “ herzlich willkommen, bei einem Preis von 57 euro für eine 20 er Karte. Mit freundlichen aber traurigen Grüssen ein ehemaliges Eupener Mädchen.

  11. Warum ist mein Kommentar nicht veröffentlicht worden, der besagte, dass Eupen nur das macht, was alle Schwimmbecken von der Region Brüssel machen, nämlich günstigere Eintrittspreise für Bewohner der betreffenden Gemeinde und mehr teuere Preise für alle anderen Besucher.
    Zur Beweisführung hatte ich eine Passage in Originalsprache zitiert … war das der Grund um meinen Kommentar nicht zu veröffentlichen oder lagen andere Gründe für diese nicht zu rechtfertigende Zensur vor ?

    1. Sehr geehrte Frau Plusquin,

      wir sind eine deutschsprachige Tageszeitung, daher werden ausschließlich Kommentare in deutscher Sprache zugelassen. Mit Zensur hat das nichts zu tun.

      Liebe Grüße aus der Onlineredaktion

  12. Sehr geehrte Frau Meys,
    Mein Kommentar war in Deutsch. Das Zitat, wie es meiner Ansicht nach die Regel ist und wie ich es auch gelernt habe, in der Ursprungssprache. Nächstes Mal, füge ich dann eine Übersetzung bei, damit in dieser „deutschsprachige Tageszeitung“ nur kein einziges „französisches Fremdwort“ benutzt wird.
    Sie haben recht, dies war keine Zensur, nur „Kleingeistigkeit“ (nur meine persönliche Meinung).
    Auch mit freundlichen Grüssen

    1. Sehr geehrte Frau Plusquin,

      besagter Kommentar umfasst 40 Zeichen auf Deutsch und knapp 600 auf Französisch. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir unserer Linie in dieser Hinsicht treu bleiben. Wenn Sie sich die Mühe machen möchten, den Kommentar zu übersetzen, werden wir ihn sehr gerne zur Veröffentlichung freischalten.

      Liebe Grüße aus der Onlineredaktion

  13. „Deutschsprachige Tageszeitung“ und „Ausschließlich Kommentare in deutscher Sprache zugelassen.“

    Sind Sie da nicht ein wenig zu drakonisch?

    Wenn ich Frau Plusquin richtig verstehe, so hat sie einen Kommentar auf Deutsch verfasst und lediglich ein Zitat auf Französisch als Beweisführung eingefügt.

    Hätte sie nur den entsprechenden Link angegeben, so wäre ihr Beitrag wohl anstandslos veröffentlicht worden? Immerhin tolerieren Sie ja solche Links, im Gegensatz zum BRF.

    Dass ein (kurzes?) Zitat in einer der anderen Landessprachen mit der Nichtveröffentlichung des ganzen Beitrages geahndet wird, ist umso verwunderlicher, als wir „Ostbelgier“ uns doch so gerne rühmen, alle „perfekt zwei-, gar mehrsprachig“ und besonders tolerant zu sein. So erinnern Ihre Reaktion fatal an die Praktiken eines VMO oder TAK in Flandern.

    Zum eigentlichen Thema:

    Was die Eintrittspreise in den Brüsseler Schwimmbädern betrifft, so hat Frau Plusquin Recht, die sind unterschiedlich für Einheimische und Auswärtige.

    Wer sich allerdings hier in der Nähe, z.B. in Aachen umschaut, der wird feststellen, dass da kein Unterschied gemacht wird: http://www.aachen.de/DE/stadt_buerger/politik_verwaltung/stadtrecht/pdfs_stadtrecht/524.pdf

    In Gulpen wiederum gibt es einen „Normaltarif“, aber eine „Ermässigung“ für die Bewohner der Gemeinden Gulpen und Vaals, diskret versteckt in der Tabelle: http://www.1mosaqua.nl/index.php?option=com_content&view=article&id=55&Itemid=80

    St. Vith wiederum behandelt Einheimische, Auswärtige und Touristen gleich: http://www.st.vith.be/Freizeit/Sport/Sport-und-Freizeitzentrum/Hallenbad/Offnungszeiten-und-Preise

  14. Die Eintrittspreise im Eupener Hallenbad waren bisher – verglichen mit den Bädern in Kelmis und Aachen – wirklich günstig. Für eine 20er Karte bezahlt man in Aachen 57 €, in Kelmis 54 € und in Eupen 36,50 €. Die Einzelkarte war mit 2,80 € in Eupen 70 Cent günstiger als in Kelmis oder Aachen (3,50 €).
    Angesichts der veralteten Infrastruktur in Eupen wäre ein höherer Eintrittspreis auch nicht angebracht gewesen.
    Sicher wäre es im neuen Bad gerechtfertigt , die Preise generell an das Niveau umliegender Bäder anzugleichen oder gar einen höheren Preis zu verlangen. Schließlich wird das Eupener Bad auch mehr bieten, als die genannten Bäder. Aber der Protest wäre wohl ähnlich laut gewesen, wie bei der jetzigen Preisgestaltung mit ermäßigten Preisen für Eupener.
    Wo hier allerdings eine Diskriminierung für Auswärtige stattfindet, ist nicht zu erkennen, bezahlt ein Eupener in Kelmis und Aachen das Gleiche, wie ein Kelmiser oder Aachener in Eupen, nämlich 3,50 €. Es handelt sich also eher um eine positive Diskriminierung für Eupener.
    Die Preise im neuen Bad werden allerdings für (Eupener) Vielschwimmer substantiell angehoben, da es weder eine Jahreskarte im neuen Bad gibt (warum eigentlich nicht?) noch wie bisher eine 20er oder Familienkarte. Da eine 10er Karte jetzt 25 € kostet, wäre dies eine Preissteigerung für 20 Eintritte von 36,50 € auf 50 € (immerhin 37%).
    Darf ich leisen Protest anmelden?

  15. Da es schließlich um die Sache geht und weniger um „Sprachenkleinkrämerei“ … die 600 Zeichen in Französisch betrafen ausschließlich das Zitat in Originalsprache als Beweisführung und nicht den Kommentar von 40 Zeichen, der wenn auch kurz, wie von Ihnen erwünscht ausschließlich in Deutsch war …
    Hier nun das Zitat – und nicht ein Kommentar – aus „Prix des piscines publiques à Bruxelles“ um anzuzeigen, dass der Preisunterschied in manchen Gemeinden ziemlich deutlich ausfallen kann …
    „Les piscines publiques de Bruxelles sont généralement gérées par les communes et proposent deux types de tarifs. D’une part, un prix d’entrée piscine „résident“ réservé aux habitants de la commune où est située la piscine et d’autre part un prix d’entrée piscine „non résident“ pour les nageurs qui n’habitent pas la commune de la piscine.
    Le prix d’entrée piscine pour les résidents est avantageux et se situe généralement entre 2,50€ et 3€. Le prix d’entrée piscine pour les non résidents est un peu plus cher et est compris entre 3€ et 5€.“

    Die freie Übersetzung in Deutsch des hierüber angeführten Zitates :
    „Die Brüssel öffentlichen Schwimmbäder von Brüssel (Region Brüssel) werden in der Regel von den Gemeinden verwaltet und bieten zwei Arten von Tarifen. Auf der einen Seite, ein Tarif „Anwohner“ nur gültig für die Bewohner in der Gemeinde wohnen, wo sich das Schwimmbad befindet, und ein anderer Tarif „Nicht Anwohner“ für Schwimmer, die nicht in der betreffenden Gemeinde wohnen. Der Preis für die Anwohner ist vorteilhaft und ist in der Regel zwischen € 2,50 und 3 €. Der Preis der „Nicht-Anwohner“ ist ein wenig teurer und liegt zwischen 3 € und 5 €.“

    In manchen Gemeinden bezahlen die „Nicht Anwohner“ also mit 5 € selbst 67% mehr als die „Anwohner“ mit 3 €.

  16. Unnoetige Aufregung.

    Wenn ich in Seraing zum Hallenbad gehe, bezahle ich ebenfalls einen andern Tarif
    als ein Bewohner aus Seraing. Ich finde es nicht als diskrimierend denn ich bin
    in Eupen beherbergt und zweitens bezahlen ja die Anwohner aus Seraing einen Grossteil der
    Unkosten des Bades und daher finde ich den Preisunterschied gerechtfertigt.
    Es gibt wahrlich andere wichtigere Themen die die meisten Leute beschaeftigen.

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