Es gibt einen Wolf im Hohen Venn

Bestätigung

Der Wolf steht europaweit uner Artenschutz. Archivbild: dpa

In einer Mitteilung hat der für Natur und Umwelt zuständige wallonische Regionalminister René Collin (CDH) am Freitag bestätigt, dass es im Hohen Venn wohl einen Wolf gibt. Das Vorkommen des Tieres sei durch eine sogenannte Fotofalle im Juni belegt worden, heißt es.

In der Mitteilung heißt es weiter, dass ein französischer Fachmann auf Basis verschiedener Elemente einwandfrei habe bestätigen können, dass es sich bei dem fotografierten Tier um einen Wolf handelt: die typische Fellzeichnung im Gesicht, der Rücken, der relativ kurze Schwanz und die Fußstellung.

Die genaue Stelle, an der der Wolf fotografiert wurde, ist dem Kommuniqué nicht zu entnehmen. Damit wolle man vermeiden, dass dem Tier nachgestellt werde, hieß es.

Schon vor mehr als einem Jahr hatte es Hinweise darauf gegeben, dass ein Wolf im Hohen Venn heimisch oder auf Durchzug war. Daraufhin hatte das Ministerium in Zusammenarbeit mit Tierschutzvereinigungen und der Fakultät für Veterinärmedizin der Universität Lüttich die Fotofalle aufstellen lassen. In der Provinz Limburg konnte vor einiger Zeit ebenfalls die Anwesenheit eines Wolfs einwandfrei nachgewiesen werden.

In der Mitteilung des Ministers wird noch darauf hingewiesen, dass der Wolf europaweit unter Schutz steht und dass von ihm keine Gefahr für die Menschen ausgeht. (belga)

  1. Die Beteiligten sollte wissen, dass man ohne DNA Untersuchung nicht bestätigen kann, dass es sich um einen Wolf handelt. Bereits vor 3 Jahren wurde im Grenzecho verbreitet dass der Wolf in der Eifel / Hohen Venn zurück ist, weil jemand einen Wolf hat heulen gehört.
    Es sollte doch klar sein wieviele Unwahrheiten über die “ angeblich selbst zugewanderten Wölfe es gibt. Uns liegen eidesstattliche Versicherungen vor wie viele Wölfe ausgesetzt wurden ( auch aus den ganzen 74 Wolfsgehegen allein in Deutschland.
    Grüße
    Ehrlicher Umgang mit dem Wolf

  2. Sehr geehrter Herr Schmitz,
    danke für Ihren Hinweis auf das Archiv. Das ist mir alles bekannt , da ich den Hundetrainer von Fringshaus kenne und selbst in der Sache involviert war. Mir geht es nur um den EHRLICHEN Umgang mit dem Wolf. Wenn Sie der Meinung sind anhand von einem Foto der Wildkamera erkennen zu können das es sich um einen Wolf handelt. Nur eine eindeutige GEN Untersuchung kann bestätigen, ob es sich um einen Wolf handelt und dann…..ist es wichtig festzuhalten, ob es sich um einen “ selbst zugewanderten Wolf handelt. Eine Veröffentlichung über die ganzen Machenschaften bezüglich ausgesetzter Wölfe / Hybriden und insbesondere Gehegwölfen wäre mal angebracht.
    Danke
    Ehrlicher Umgang mit dem Wolf

  3. Die Rückkehr des Wolfes , wenn er denn selbst zuwandert, ist ein gutes Zeichen. Ich begrüße das auch sehr. Leider werden immer mehr Wahrheiten aufgedeckt, was wirklich mit den Wölfen die sich ja so schnell, insbesondere in Deutschland verbreitet haben, herausgestellt. Nicht umsonst wurde festgestellt, dass die Wölfe in Deutschland die gleiche DNA wie die Wölfe in den Masuren haben müssen und ……… die Ergebnisse zeigen, wie nachgeholfen wurde. Auf unsere Fragen ob es einen Datenbank aller (angeblich) zugewanderten Wölfe gibt , keine Antwort. Auf die weitere Frage, ob es denn eine Datenbank der DNA aller Wölfe aus den 74 Wolfsgehegen alleine in Deutschland lebenden Wölfen gibt, …keine Antwort. Die Frage stellt sich auch, warum die Welpensterblichkeit in den letzten 15 Jahren so hoch war ???? Mittlerweile lassen wir alle Proben, nichtmehr von Senkenberg, sondern nur noch von „ForGen“ in Hamburg machen, die so einiges aufgedeckt haben.
    Ich bitte die Politik und alle Verantwortlichen, sehr umsichtig mit dem Thema Wolf und der natürliche Zuwanderung umzugehen.

    1. Sehr geehrter Herr Lüth, sehr geehrter Herr Schmitz von der Redaktion,

      ich habe Ihren mailverkehr zufällig bei der Recherche über den Wolfsnachweis per Fotofalle im Hohen Venn gefunden.

      Prinzipiell haben Sie natürlich Recht, Herr Lüth, der sicherste Nachweis wäre eine DNA-Analyse. In Deutschland werden die z.B. nach Rissfunden auch über das Bundeskompetenzzentrum Wolf (DBBW) oder die Naturschutzministerien bzw. Obersten Naturschutzbehörden der Länder angefordert.

      Was ich aber, wie die Herren Hezel und Wawrowski nicht verstehe, sind Ihre nebulösen Andeutungen bzgl. angeblicher Wolfsfreilassungen von Gehegewölfen in Deutschland. Da sollten Sie in der Tat „Roß und Reiter“ nennen!

      Ich höre davon, obwohl ich mich mit dem Thema seit etlichen Jahren beschäftige, zum ersten Mal.

      Zumindest bei Naturschutzbehörden und Naturschutzverbänden wie WWF, BUND oder NABU ist es zudem ein „no go“, größere Wildtiere wie den Wolf auszusetzen.

      Die Art ist seit 1979 europaweit streng geschützt (Berner Konvention), und daher haben sich die Populationen so gut erholt, dass ehemaligen Lebensräume wieder besiedelt werden; sicherlich in naher Zukunft auch in Eifel und Ardennen.

      Wiedereinbürgerungen fanden in der Vergangenheit nur bei kleineren Säugetierarten statt, die zu immobil sind, um größere Strecken selbst überwinden zu können. Etwa die Aussetzung von Bibern durch die Höhere Forstbehörde Rheinland 1981 im Hürtgenwald, die sich inzwischen gut vermehrt und verbreitet haben (inzwischen sogar bis in Bachsysteme in der Stadt Aachen (s. unsere website), etwa Beverau und Beverbach (sic!), Wurm und Soers.

      Beste Grüße, Claus Mayr

      (NABU-Stadtverband Aachen, http://www.NABU-Aachen.de; info@NABU-Aachen.de)

  4. Herr Lüth, was wollen sie eigentlich mit ihrem Wolfsgeschwafel bezwecken? Das versteht doch kein Mensch… Was wollen sie uns sagen? Klartext hilft. Was ist ein „ehrlicher Umgang“? Welche „Machenschaften“ prangern sie denn genau an? Vielleicht ein paar stichhaltige Zahlen und Fakten? Klären sie uns auf…

  5. Da stellt sich doch dringend die Frage nach dem dazu gehörenden Rotkäppchen auf.

    1. Oder dir Frage, warum jemand hier schreibt, wenn er nichts sinnvolles zum Thema beizutragen hat, Herr Wawrowski?

      Ansonsten stimme ich Herrn Hezel zu. Kommt da noch etwas konkretes, Herr Lüth, oder belassen Sie es wieder bei der ewig gleichen nichtssagenden Einlassung im jedem Artikel zur Rückkehr des Wolfs, der hier und in anderen regionalen Medien erscheint?

    1. Nun,zu meinem „sinnvollem“ Beitrag haben mich die Kommentare der Herren Lüth
      und Hezel inspiriert.

  6. Nachtrag zu gestern abend:

    Sehr geehrter Herr Lüth,

    nun habe ich Ihren fast wortgleichen Kommentar wie im „Grenzecho“ auch unter der Meldung des BRF zum Thema wieder gefunden.

    Sie scheinen ja bundesweit (und jetzt auch in Ostbelgien) bei allen Zeitungsmeldungen zu Nachweisen von Wölfen gleichlautend zu kommentieren.

    Soweit es um DNA-Nachweise als einzige sicher Nachweise geht, ist das ja okay. Die verlangt das Bundeskompetenzzenrum zum Wolf (DBBW) ja auch, und sicher auch die zuständigen belgischen Behörden.

    Aber was sollen diese ständigen dubiosen Andeutungen zur „schnellen Verbreitung“ in Deutschland und die angeblich entkommenen Gehegewölfe?

    Der Wolf gehört zu den nach der Berner Konvention bereits seit 1979 europaweit (also nicht nur in den EU-Mitgliedstaaten!) streng geschützten Arten. Die osteuropäischen, noch nicht vom Menschen ausgerotteten Populationen (gute Grafiken finden Sie bei der DBBW) hatten also fast 40 Jahre Zeit, sich zu erholen und auch angestammte Lebensräume in Westeuropa wieder zu erobern. Das Gleiche gilt auch für Südeuropa, etwa die iberische Halbinsel.

    Was also bitte sollen Ihre dubiosen Andeutungen unter den zahlreichen Zeitungsartikeln?

    Wenn Sie Kenntnisse von Aussetzungen von Gehegewölfen in Ihrem Bundesland (so weit ich inzwischen informiert wurde, Niedersachsen?) haben, dann bringen Sie diese bitte zur Anzeige und nennen „Roß und Reiter“!

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