82 anerkannte Moscheen in Belgien

Finanzierung durch die öffentliche Hand

Illustrationsbild: dpa

In Belgien gibt es etwas weniger als 300 Moscheen. Allerdings sind sie nicht alle offiziell anerkannt. In der Wallonie sind 44 anerkannt, in Brüssel 14 und in Flandern 24. Insgesamt also 82 Moscheen mit rund 70 Imamen, die ihrerseits vom belgischen Staat (Justizministerium) bezahlt werden.

Auch die neun Islamberater (in Gefängnissen) und die 700 islamischen Religionslehrer werden durch die öffentliche Hand finanziert. Letztgenannte durch die Gemeinschaften.

Eine anerkannte Moschee hat Anrecht auf eine Finanzierung durch die öffentliche Hand (Provinzen bzw. Region Brüssel). Dies impliziert aber auch eine gewisse Kontrolle (u. a. der Finanzen) durch die Aufsichtsbehörden. Sehr oft tragen die Gläubigen selbst zur Finanzierung der Moschee bei. In anderen Fällen aber werden lokale Moslemgemeinschaften durch das Ausland (arabische Staaten) finanziell unterstützt. Die Gefahr: Der Geberstaat hat Einfluss auf die Wahl des Imams, die theologische Linie und die Inhalte der Reden und Predigten. Im Großherzogtum Luxemburg beispielsweise ist die Rede von einem Einfluss Katars, während hinter der Großen Moschee in Brüssel Saudi-Arabien die Fäden in den Händen halten soll. (gz)

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