Jetzt auch in Flandern: Qualmende Eltern werden bestraft

Tabakgesetz

Illustrationsbild | Foto: dpa

Wer in Flandern mit Kind und Kippe, auch E-Zigarette, im Auto erwischt wird, dem droht künftig ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro. Das hat die zuständige Regierung am Freitag endgültig beschlossen. Damit folgt die Flämische Region der Wallonischen, die bereits im vergangenen Herbst ein entsprechendes Gesetz verabschiedet hat.

„Das Rauchen im Auto verursacht bis zu 25-mal höhere Konzentrationen an krebserregenden Stoffen als Rauchen im Haushalt“, so die zuständige Umweltministerin Joke Schauvliege (CD&V). Und eben davor müsse man die Kinder – zumindest bis zu ihrem 16. Lebensjahr – schützen. „In der Medizin besteht ein breiter Konsens darüber, dass Kinder, die in einer rauchenden Umgebung leben, anfälliger sind für Lungenentzündungen, Meningitis, chronische Bronchitis und Ohrinfektionen“, äußerte sich die flämische Ministerin weiter und fügte hinzu: „Es verschlimmert Asthma und erhöht auch das Risiko, später an Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken.“

Das Thema „Rauchen mit Kindern im Auto“ beschäftigte hierzulande länger die Politik. Doch auf föderaler Ebene war kein entsprechendes Gesetz zustande gekommen, sodass die Regionen selbst das Heft in die Hand genommen hatten. (belga/calü)

  1. Es muss ja wohl jeder für sich selber wissen ob – wann und wo er in der Gegenwart seiner Kinder raucht !
    Es soll nicht heißen , das ich’s als gut empfinde wenn die Eltern es machen.
    İch bin selbst Raucher und finde es dennoch eine Frechheit das man dem Raucher alles verbieten möchte.
    Zuerst das Rauchen in öffentlichen Gebäuden und Gaststätten , jetzt im Auto.. als nächstes wird noch verboten in den eigenen vier Wänden zu rauchen..

    1. Es geht nicht darum, Rauchern etwas zu verbieten, sondern darum, Kinder vor der Verantwortungslosigkeit ihrer Eltern zu schützen.
      Ich kann nur hoffen, dass sie keine Kinder haben, denen sie zuhause oder im Auto zur Befriedigung ihrer Sucht und wegen ihrer persönlichen Freiheit, Passivrauchen mit seinen bekannten gesundheitsschädlichen Folgen zumuten. Denn auch Kinder haben Rechte, die Eltern zu respektieren haben.

    2. @MMueller Sybille.
      Sie haben vollkommen recht,wir Raucher werden bald gelyncht werden.Was ist bloss los mit dieser Gesellschaft?
      Ich persönlich finde es schlimmer,dass Eltern ihre Kinder in Kindertagestagesstätten abgeben um sich ihren ganzen Blödsinn zu finanzieren.
      Ich selber habe mein ganzes Leben geraucht,meine Kinder sind trotzdem gross geworden.Vielleicht lag es aber auch daran,dass sie immer ein anständiges selbstgemachtes Essen auf dem Tisch stehen hatten.

  2. @ Dieter Leonard
    Selbst wenn ich Kinder habe , geht es İhnen überhaupt nichts an.
    Wie viele Eltern stopfen ihre Kinder mit Tiefkühlkost und Fastfood voll? Da wird sich dann nicht drüber beschwert , aber wehe die Eltern rauchen ohje da wird ein Fass aufgemacht..
    dann dürfen die Kinder gar nicht erst in die Öffentlichkeit gehen wegen dem „Passivrauchen“….

    @Marie-Renee Klein-Melchior
    Genau das ist der Punkt. Nicht alles ist auf rauchen zurückzuführen. Wir sind auch alle groß geworden trotz qualmender Eltern *lach*. Uns hat’s nicht geschadet, da wir genau wie bei İhnen vernünftiges Essen auf dem Tisch hatten.

    1. Also auch Tiefkühlkost und Fastfood im Auto verbieten, Frau Mueller? 🤔
      Noch eine Frage: sind sie auch für Rauchen im Kindergarten?
      Fragen sie Herrn Halmes, da werden Sie geholfen.

  3. @Herr Kerres , bevor Sie über andere Kommentare rum motzen fassen Sie sich an der Eigenen Nase.
    Zu 80% die für dieses Verbot sind , sind die ersten die sich da nicht dran halten und schön qualmend mit ihren Kindern im Auto sitzen.
    Und mein Kommentar hat absolut nichts mit „IGNORANZ“ zu tun . Es geht sich einzig und alleine um das Prinzip. İch finde hlt das jeder das für sich selbst entscheiden muss / sollte ob und wie ..
    Ohne vom Staat dazu aufgefordert zu werden das Rauchen in Kindesnähe einzustellen.. abgesehen davon hat ja wohl auch jedes Auto Fenster die sich öffnen lassen ..
    Also solche Klugscheißer wie Sie muss es ja wohl an jeder Straßenecke geben , die die Meinung anderer nicht akzeptieren können…

  4. Es ist schon seltsam. Sobald man sie mit den Folgen ihrer Sucht konfrontiert, flippen die Raucher sofort aus und fühlen sich in ihren Menschenrechten bedroht.

    Dass sie durch ihr rücksichtsloses Verhalten sich selber gefährden, ist ihre Sache. Dass sie aber durch ihre Qualmerei die Gesundheit anderer Menschen beeinträchtigen, ist ihnen völlig egal.

    Man kann sich heute kaum vorstellen, dass die Lehrer früher in den Klassen während des Unterrichtes hemmungslos qualmten (An der BS trug einer sogar den bezeichnenden Spitznamen „Piefke“), dass man im Restaurant beim Essen den Rauch der Zigarette vom Nebentisch einatmen musste, dass in den Büros die Luft zum Schneiden war, dass das Rauchen sozusagen als Beruhigungsmittel gepriesen wurde („Halt, mein Freund, wer wird denn gleich in die Luft gehen? Greife lieber zur HB!“), dass es als Gesundheitsmittel galt („Bleib fit – rauch FILTRA“), als völlig unbedenklich dargestellt wurde („More Doctors smoke CAMEL than any other cigarette“) und als Prokektionsfläche für allerlei Sehnsüche diente („Peter Stuyvesant – der Duft der großen, weiten Welt“, der Marlboro-Cowboy – übrigens beezeichnenderweise an Lungenkrebs verstorben – mit dem „Geschmack von Freiheit und Abenteuer“).

    Eigentlich sollte Rauchen beim Autofahren ganz verboten werden, wie das Telefonieren mit dem Handy am Ohr. Beides lenkt ab und erhöht somit das Unfallrisiko.

  5. Wenn Mama und Papa sich vergiften wollen, steht es ihnen frei, das zu tun; Kinder haben aber nicht danach gefragt… und sie haben keine Wahl.

    Ein Fenster zu öffnen verringert die Auswirkungen außerdem nur geringfügig. Nachzulesen auf rauchfrei-info.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Bildung. Ein weiterer Auszug:

    „Kinder sind vom Passivrauchen im Auto in besonderer Weise betroffen:
    – Sie atmen häufiger ein und nehmen dadurch mehr Giftstoffe auf.
    – Ihre Organe entwickeln sich noch und reagieren sensibel auf Tabakrauch.
    – Passivrauchen kann dazu führen, dass sich die Lungen der Kinder schlechter entwickeln. Auch Atemwegbeschwerden und Mittelohrentzündungen treten in Folge des unfreiwilligen „Mitrauchens“ vermehrt auf.
    – Die Fähigkeit des Körpers, Giftstoffe wieder loszuwerden, ist bei Kindern weniger gut entwickelt. „

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