Regierungsverantwortung für die CSP?

Wahlen

Zu „CSP: Die Familie ist unsere DNA“, GrenzEcho 29.08.2018 schreibt Joseph Meyer, St.Vith (Klosterstraße):

Um wieder in Regierungsverantwortung zu gelangen, legt die CSP ihren Schwerpunkt auf die Familie, eine gute Wahl.

Das darf aber nicht bedeuten, dass die CSP dann in den Bereichen Klima- und Umweltschutz, Armutsbekämpfung und soziale Gerechtigkeit sowie bei überregionalen Themen wie Friedenssicherung und Abschaffung der Flüchtlingsursachen nicht ebenfalls überzeugende Lösungsvorschläge machen muss.

Aufgrund ihrer Kontakte zu den Schwesterparteien kann die CSP hier direkten Einfluss ausüben. Beim Ausbau der erneuerbaren Energiegewinnung aber auch bei der Armutsbekämpfung kann die DG zudem eine Vorreiterrolle übernehmen. Zum Beispiel durch die Auszahlung eines niedrigen Grundeinkommens – bedingungslos – an alle Einwohner über 18 Jahre, um so prekäre Haushalte, Alleinerziehende, Bezieher kleiner Renten, usw. finanziell zu entlasten. Auch Oswald Schröder macht sich im Kommentar vom 30.08.2018 Sorgen um die Renten in Belgien.

Die hauptsächlichen Ursachen der öffentlich-rechtlichen Finanzmisere liegen auf der Hand: 1. die unsägliche Verschuldungsspirale durch das Kreditgeldsystem der privaten Banken, 2. die unsägliche politische Bevorzugung der spekulativen Finanzwirtschaft vor der realen Leistungswirtschaft. Korrekt informiert würde die Bevölkerung mit Millionen auf der Straße die Politiker zur sofortigen Korrektur dieses skandalösen Sachverhalts zwingen.

Kindesmissbrauch

in Irland

Zum Vorwürfen des Kindesmissbrauchs in der katholischen Kirche in Irland:

Die Offenbarungen des irischen Anwaltes sind gravierend. Doch wage ich zu schreiben: nicht nur für die Obrigkeiten Rom.

Zum Beispiel: Mein Vor-Vorgänger im Westerwald, also etwa in den 50er Jahren, zog bei Anbruch der Dunkelheit durchs Dorf und verprügelte mit seinem Spazierstock jedes Kind, das ihm begegnete. Wäre dies heute noch möglich? Doch damals hatte das fromme Volk noch Respekt vor Hochwürden!

Darf ich „in genere“ vermuten, dass es auch andere „Delikte“ verschwiegen hätte, ebenso im kalten Westerwald, im fernen St. Hubert oder in der Eifel. Denn man war katholisch erzogen, und wer gegen den Pastor sprach, war vor Ort meistens erledigt.

Es ist mir zu billig, die Schuld nur auf ein fernes Rom zu schieben. Jeder soll vor seiner Türe fegen.

Pater Joseph Meyers, Ouagadougou

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