Der apokalyptische Reiter

Die Macher der Show zur Eröffnung der 33. Olympischen Spiele in Paris dürften sich sicherlich lange Gedanken gemacht haben, welche Botschaft sie der Welt verkünden sollten. Die Richtung hatten sie mit dem offiziellen Plakat der Spiele angegeben: darauf sind alle wichtigen Gebäude der Pariser Innenstadt versammelt: allerdings hat man sie aller Kreuze auf Türmen und Dächern beraubt.

Auch beim nächtlichen Rundgang durch die Sehenswürdigkeiten der Stadt blieben christliche Gebäude ausgespart: die Église du Sacé Coeur und die Kathedrale Notre Dame, jährlich von Millionen Menschen besucht, blieben im Dunkeln. Stattdessen sang auf einem Floß auf der Seine jemand davon, dass der Friede auf Erden, den ja die olympische Idee heraufbeschwört, nur möglich sei, wenn vorher alle Religionen verschwinden.

Schaurig anzusehen war der apokalyptische Reiter, der durch das nächtliche Paris galoppierte, um die olympische Flagge zu überbringen. In der Bibel kündigen die vier apokalyptischen Reiter den Weltuntergang an. Der Weiße Reiter verkörpert nach Ansicht des verstorbenen Billy Graham den „Antichristen“.

Ein anderer Höhepunkt war die Persiflage des Letzten Abendmales von Leonardo da Vinci: statt Christus lag in der Mitte ein fetter fast nackter blauer Bacchus, der nicht von Aposteln, sondern von Drag-Queens (männlichen Transvestiten) umgeben war. Sind das die Werte, die der Westen der Welt vermitteln will?

Darauf angesprochen meinte der Regisseur der Eröffnungszeremonie, „dass in Frankreich Meinungsfreiheit herrsche und das künstlerische Schaffen frei“ sei. Gut und schön: nur stellt sich dann die Frage, wer das alles bezahlt? Die Meinung der Christen in Frankreich, die die Kosten für das schamlose Spektakel mitzutragen haben, hat er sicherlich nicht eingeholt.

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment