Ostbelgische Klubs in der P1: Kein Armutszeugnis, sondern eine Lobeshymne

Kommentar

Das Interesse am Derby in Amel (gegen Raeren-Eynatten) war hoch. | Foto: David Hagemann

GE-Mitarbeiter Felix Brock kommentiert die Saison in der 1. Provinzklasse.

Sowohl der KFC Amel als auch der RFC Raeren-Eynatten blicken sportlich auf ein extrem erfolgreiches Jahr zurück. Doch trotz der bemerkenswerten Leistungen bleibt ein fader Beigeschmack. Die Ameler hatten mit einem Rückgang der Zuschauerzahlen, teilweise sehr weiten Ausfahrten und wenigen Derbys zu kämpfen. Die Tatsache, dass sich nahezu alle Abgänge in eine tiefere Serie verabschieden, verdeutlicht zudem den Sichtpunkt der Spieler. Die Raeren-Eynattener verpassten derweil gleich zwei Mal nur knapp den Aufstieg raus aus der Lütticher Provinz. Obwohl die Mannen von Jonathan Negrin alles für den Aufstieg gegeben haben und man ihnen absolut gar nichts vorwerfen kann, hält sich die Enttäuschung größtenteils in Grenzen. Was sich in beiden Fällen nach einem Armutszeugnis der sportlichen Ambitionen anhört, klingt im positiven Sinne nach einer Lobeshymne auf den Provinzfußball. Denn nicht nur die Akteure auf dem Rasen wollen dem regionalen Sport erhalten bleiben. Ein überdurchschnittlich hoher Anteil der Bevölkerung in der DG interessiert sich für die Provinzklassen, trudelt in Scharen zu den Spielstätten und fiebert mit dem Heimatverein. Umso erfreulicher ist es, dass mit dem KFC Weywertz nächste Saison ein dritter ostbelgischer Verein im Lütticher Oberhaus an den Start geht, der das regionale Interesse an der „P1“ sicherlich erhöhen wird.

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